Auch B 75 und A1 werden saniert

Stress für Pendler aus dem Bremer Süden: Arbeiten an Habenhauser Brückenstraße ab Ende August

Noch ist es ruhig auf der Habenhauser Brückenstraße. Im August beginnen die Bauarbeiten an der wichtigen Ein- und Ausfallachse zwischen dem Autobahnzubringer Arsten und der Karl-Carstens-Brücke.
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Noch ist es ruhig auf der Habenhauser Brückenstraße. Im August beginnen die Bauarbeiten an der wichtigen Ein- und Ausfallachse zwischen dem Autobahnzubringer Arsten und der Karl-Carstens-Brücke.
  • Ralf Sussek
    vonRalf Sussek
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Bremen – Alle Jahre wieder: in den Sommerferien starten in Bremen viele Baustellen. Auch in diesem Jahr gibt es mehrere Brennpunkte, die insbesondere für Butenbremer ein echter Stresstest sind.

Insbesondere im Bremer Süden: Drei große Baustellen behindern den Verkehr auf den Einfallstraßen. Allein für die Baumaßnahmen auf der Habenhauser Brückenstraße nahe der Erdbeerbrücke sind 17 Monate eingeplant. Los geht es am 25. oder 26. August. „Wir hätten gerne früher angefangen“, sagt Jörn Kück von der Deges, einer Gesellschaft von Bund und einigen Bundesländern. Doch erst habe man die Arbeiten an der A 1 abwarten wollen, damit nicht Vermeidungsverkehre von dort noch längere Staus produzieren.

Die Habenhauser Brückenstraße hat zukünftig in beide Fahrtrichtungen zwei Geradeausspuren. Dafür wird der mittlere Grünstreifen verschlankt. Kück: „Die Abbieger haben bislang den Geradeausverkehr behindert.“ Außerdem wird die Ampelregelung modernisiert. Davon versprechen sich die Planer einen besseren Abfluss der Umleitungsverkehre, wenn es zum A281-Ringschluss zwischen Neuenlander Ring und Autobahnzubringer Arsten kommt. Deshalb zeichnet auch die Deges für die Baumaßnahme an dieser „raren Weserquerung“ (Kück) verantwortlich. Und der Bund dürfte sich an der bis zu sechs Millionen Euro teuren Maßnahme beteiligen – allerdings nur „einem geringen Teil“, so Kück, der von etwa 30 Prozent ausgeht.

A1: Hauptfahrspur bei Uphusen/Mahndorf und Hemelingen wird saniert

Anders bei der A1: Hier zahlt der Bund die Kosten von rund 3,5 Millionen Euro komplett. Nachdem die Arbeiten an der Ochtumbrücke sowie an der Weserbrücke beendet sind, bleibt noch die Baustelle zwischen den Anschlussstellen Uphusen/Mahndorf und Hemelingen. In Fahrtrichtung Osnabrück wird auf einer Strecke von 3,7 Kilometern die Hauptfahrspur der A 1 saniert. Die Maßnahme dauere bis zum 24. August, sagte Martin Stellmann vom Amt für Straßen und Verkehr.

Am 23. August beginnen dann die Arbeiten an der Bundesstraße 75. „B75 und A1 spielen immer zusammen“, so Stellmann – jede der Strecken ist Ausweichroute für die andere. „Deshalb vermeiden wir, auf beiden Straßen gleichzeitig zu bauen.“ Bis Anfang Oktober werden die Fahrbahnen in Richtung Bremen zwischen der Landesgrenze und Grolland (Varreler Bäke) saniert. Rund 40.000 Fahrzeuge sind hier täglich unterwegs. Der Verkehr wird laut Stellmann einspurig auf die gegenüberliegende Fahrbahnseite geleitet. Kosten für die Maßnahme auf dem rund 2,6 Kilometer langen Teilstück: 3,5 Millionen Euro, gezahlt – genau – vom Bund.

Straßenbau in Bremen: „Wir haben immer Termindruck“

Danach ist die Brücke an der Varreler Bäke an der Reihe. Wahrscheinlich erst im kommenden Jahr – terminiert ist die Maßnahme noch nicht – können die Fahrbahnen in Richtung Delmenhorst saniert werden. „Würde man uns lassen, würden wir noch mehr bauen“ – was wie eine Drohung Stellmanns klingt, ist aber nur ein Hinweis darauf, dass nicht nur eine Baustelle gesehen werden darf, sondern die Arbeiten aneinander anschließen. Und deshalb „haben wir immer Termindruck“, so Stellmann.

In der Innenstadt angekommen, sollte der Bereich um den Hauptbahnhof gemieden werden. Seit gestern bis einschließlich 2. September werden dort laut Bremer Straßenbahn AG fast 500 Meter Gleis, zwei Weichen und eine Schienenkreuzung erneuert. Betroffen sind hier unter anderem die Linien 5, 6, 8, 24, 26 und 27. Der Gustav-Deetjen-Tunnel bleibt für den Autoverkehr gesperrt, lediglich Straßenbahnen der Linie 6 schleichen durch die Baustelle – nur nicht an den zwei Power-Wochenenden vom 31. Juli bis 2. August und 21. August bis 23. August, berichtet nordbuzz.de*.

Diverse Dauerbaustellen in Bremen in den kommenden Jahren

Weitere langfristige Baustellen gibt es in der Hansestraße (Sanierung der Fahrstreifen, Ende: März 2021), am Osterfeuerberger Ring (Komplettumbau läuft, Ende: November 2022), im Schwachhauser Ring (Verlegung eines neuen Abwasserkanals, Beginn: 3. August, Ende: voraussichtlich Juli 2021) und an der Borgfelder Allee (Neubau der Flutbrücke bis 2022). -- *nordbuzz.de ist Teil des Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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