Heinz-Otto Peitgen verlässt die Jacobs University Bremen

Präsident der Jacobs Universität tritt zurück

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Prof. Heinz-Otto Peitgen tritt als Präsident der Jacobs University in Bremen zurück.

Bremen - Nach nur einem Jahr als Chef verlässt Prof. Heinz-Otto Peitgen die private Jacobs University in Bremen (JUB) schon wieder. Grund sind unterschiedliche Auffassungen zur weiteren Entwicklung der finanziell angeschlagenen Einrichtung.

Der Präsident und Geschäftsführer der privaten Bremer Jacobs University (JUB), Prof. Heinz-Otto Peitgen, tritt zum Jahresende von seinen Ämtern zurück. Der Rückzug erfolge wegen unterschiedlicher Auffassungen zur Führung und zur zukünftigen Gestaltung der Universität, teilte die Jacobs University am Mittwoch mit.

Der Mathematiker Peitgen hatte die Leitung der Hochschule erst Anfang des Jahres übernommen. In seine Amtszeit fiel der Abschluss eines trilateralen Vertrags zwischen der Universität, der Jacobs Foundation und dem Bremer Senat zur Sanierung der finanziell angeschlagenen Einrichtung. Doch jetzt gab es Differenzen über den weiteren geschäftspolitischen Weg.

Der Sanierungsvertrag sieht vor, dass der Bremer Senat die JUB fünf Jahre lang mit je 15 Millionen Euro unterstützt. Dafür muss bis 2018 aber das strukturelle Defizit der Hochschule von jährlich 20 Millionen Euro abgebaut werden. Die Jacobs Foundation zahlt auch nach 2018 mindestens zehn Jahre lang zehn Millionen Schweizer Franken (gut 8,1 Millionen Euro).

Vor allem in der Frage, wie das Ziel eines ausgeglichenen Haushalts erreicht werden soll, waren die unterschiedlichen Auffassungen nach Peitgens Angaben unüberbrückbar. Das hätte sich zum Nachteil für die Jacobs University entwickelt, „so dass meine Entscheidung zu einem Rücktritt für mich unabwendbar schien“.

Die Aufsichtsratsvorsitzende Prof. Karin Lochte betonte das Bedauern im Board of Governors über Peitgens Entscheidung. Ihm gebühre große Anerkennung, er habe viele maßgebliche Veränderungen zur Ausrichtung der Jacobs University in die Wege geleitet. Ab Januar soll zunächst Prof. Katja Windt zusätzlich zu ihren derzeitigen Aufgaben die Rolle der Präsidentin wahrnehmen.

dpa

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