Neue Umzugsplanung für Eltern-Kind-Zentrum / „Sicherheit hat Vorrang“

Patienten kommen im Februar

Der Gang durch den Neubau beginnt praktisch im Altbau. Die weiße Rotunde an der St.-Jürgen-Straße fungiert auch als Haupteingang des neuen Klinikums Bremen-Mitte. Das Eltern-Kind-Zentrum erhält einen separaten Eingang.
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Der Gang durch den Neubau beginnt praktisch im Altbau. Die weiße Rotunde an der St.-Jürgen-Straße fungiert auch als Haupteingang des neuen Klinikums Bremen-Mitte. Das Eltern-Kind-Zentrum erhält einen separaten Eingang.

Bremen – Das „Eltern-Kind-Zentrum Prof. Hess“ wird im Februar 2021 bezogen. Diese Entscheidung hat die Geschäftsführung der Gesundheit Nord um die neue Vorsitzende Dr. Dorothea Dreizehnter getroffen. Ursprünglich sollte das neue große Kinderkrankenhaus der Gesundheit Nord bereits Ende 2020 mit 24 Betten einen Teil des Betriebs aufnehmen. Das Zentrum wird in den Neubau des Klinikums Mitte integriert. Es dockt an und bekommt auf der anderen Seite des Neubaus einen eigenen Eingang an der Friedrich-Karl-Straße.

Die Aufnahme des Teilbetriebs hätte allerdings bedeutet, dass sich die Umzüge über mehrere Monate verteilt hätten, da auf der Kinderkrebsstation im Neubau noch die Lüftungstechnik nachgerüstet werden muss. „Wir hatten zunehmend Bedenken, ob sich ein Umzug in mehreren Teilen möglicherweise negativ auf die Versorgung der kleinen Patientinnen und Patienten auswirken könnte“, sagt Klaus Beekmann, Geschäftsführer Infrastruktur und Technologien der Klinikholding Gesundheit Nord (Geno). „Für uns hat die Sicherheit der Patienten absoluten Vorrang – deshalb haben wir entschieden, die Planung zu überarbeiten und die Umzüge nun komplett in das kommende Jahr zu verlegen.“

Aus fünf mach eins

Im neuen Eltern-Kind-Zentrum Prof. Hess werden mehrere Kinderkliniken zusammengeführt: die heutige Prof.-Hess-Kinderklinik, die Kinderklinik des Klinikums Links der Weser, die Klinik für Kinderchirurgie und -urologie, die pädiatrische Intensivmedizin sowie die Frühgeborenenversorgung. Damit werden alle kinderheilkundlichen Disziplinen – mit der Ausnahme der Kinder- und Jugendpsychiatrie und des Sozialpädiatrischen Instituts (SPI) – künftig unter einem Dach bzw. in einem Gebäude zu finden sein. Auch eine Abteilung für Geburtshilfe ist geplant.

Als Termin für die Inbetriebnahme war lange Zeit der Herbst 2020 geplant. Doch die Lüftungstechnik machte der Planung einen Strich durch die Rechnung, sagte eine Geno-Sprecherin. Erst in der finalen Bauphase habe sich herausgestellt, dass die Kinderkrebsstation technisch nicht mehr den heutigen Anforderungen entspreche und deshalb nachgerüstet werden müsse. Die Folge: Auch die Intensivstation und die Notfallaufnahme, die sich in unmittelbarer Nähe der Krebsstation befinden müssen, hätten noch nicht umziehen können.

Umzug in einem Rutsch

Also war zunächst beschlossen worden, die Umzüge aufzuteilen. Erst sollte nur die Kinderklinik aus dem Klinikum Links der Weser umziehen. Im kommenden Jahr – nach Fertigstellung der Kinderkrebsstation im Januar – sollten dann die kinderheilkundlichen Abteilungen aus dem Klinikum Bremen-Mitte folgen. „Mit der heutigen Entscheidung können die Umzüge nun wieder innerhalb weniger Tage stattfinden“, sagte Beekmann. Und weiter: „Ich bin sicher, dass dies im Sinne unserer Patienten der richtige Weg ist.“

50000 Patienten pro Jahr

Der 400 Millionen Euro teure Neubau am Klinikum Mitte verfügt über 818 Betten auf 16 Stationen, inklusive Eltern-Kind-Zentrum. Seit Mitte 2019 wird der Neubau Station für Station bezogen. Noch fehlen Urologie, Frauenklinik und Augenklinik. „Diese Umzüge werden in den nächsten Wochen über die Bühne gehen“, sagte Kliniksprecherin Karen Matiszick auf Nachfrage: Der Neubau beherbergt zudem 10 000 medizinische Geräte, fünf Technikzentralen, 22 OP-Säle, sieben Institute, eine Intensivstation mit 36  Plätzen sowie 400 Patientenzimmer. Das Krankenhaus ist ein „Maximalversorger“. 2700 Mitarbeiter behandeln in 25 Fachkliniken nahezu alle Erkrankungen. Pro Jahr sollen im Klinikum mehr als 50  000 Patienten behandelt werden, etwa die Hälfte kommt aus dem Umland.

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