Pastor Renke Brahms schwenkt auf dem Freimarkt die Spendendose

Einsatz für den Frieden

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Pastor Renke Brahms im Freimarktseinsatz.

Bremen - Von Dieter Sell. Bremen Bremen - Von Dieter Sell. Praktischer Einsatz für den Frieden: Auf dem Bremer Freimarkt hat der Friedensbeauftragte der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Renke Brahms (59), zusammen mit anderen Ehrenamtlichen Spenden für die evangelische Hilfsorganisation „Brot für die Welt“ gesammelt. Für „Brot für die Welt“ schwenken seit fast 50 Jahren Freiwillige auf dem Freimarkt die Spendendosen.

Herr Brahms, als gebürtiger Bremer sind Sie sicher schon als Kind und als Jugendlicher auf dem Freimarkt gewesen. Was gehörte für Sie denn damals zum perfekten Rummel-Besuch?

Renke Brahms: In der Tat, der Freimarkt war wichtig. Schon, weil ich gleich neben dem Freimarkt zur Schule gegangen bin. Da haben wir oft schon mittags einen Abstecher unternommen. Wenn ich länger Zeit hatte, gehörten für mich dann Pferdebratwürste und Autoscooter unbedingt dazu. Und ich kann mich auch daran erinnern, dass ich schon als Jugendlicher Kleingeld in die Spendenbüchsen von „Brot für die Welt“ gesteckt habe. Die Sammlung gab es nämlich schon damals. Heute fahre ich zwar keinen Autoscooter mehr – aber für „Brot für die Welt“ spende ich noch immer. Für mich, und ich glaube auch für viele andere Freimarktsgäste, ist das so etwas wie ein Ritual.

Nun haben Sie die Spendenbüchse selbst in die Hand genommen. Ein seltsames Gefühl?

Brahms: Nein, im Gegenteil. Das war ganz selbstverständlich. Es gab weder dumme Sprüche noch komische Blicke. Ich habe sogar das Gefühl, dass die Freimarktsgäste den Sammlern mit Respekt begegnen. Mich hat besonders beeindruckt, dass viele junge Leute gespendet haben. Und dann dieser wissende Blick, mit dem manche die Spendenbüchsen ansteuern. Einige fangen schon Meter vor der Dose damit an, ihre fünf Euro so dünn zu rollen, dass sie den kleinen zusammengedrehten Schein fast im Vorbeigehen problemlos in den Schlitz der Spendendose schieben können. Faszinierend!

Wofür haben Sie gesammelt?

Brahms: Auf dem Freimarkt geht es in diesem Jahr um ein Projekt im ostkongolesischen Bukavu: um ein Zentrum der Baptisten, das ehemaligen Kindersoldaten, Straßenkindern und anderen Jugendlichen durch eine Ausbildung einen Neustart im zivilen Leben ermöglicht. Zu den Berufsfeldern, die dabei eine Rolle spielen, gehört der Gitarrenbau – da geht es also um Gitarren statt Gewehre. Die Instrumente der Werkstatt sind mittlerweile berühmt. Auch Herbert Grönemeyer besitzt ein Exemplar aus Bukavu. Und was noch wichtiger ist: Der Bau der Gitarren bietet vielen jungen Menschen eine Perspektive für ein Leben ohne

Gewalt.

epd

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