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„Partystück mit Urlaubsfeeling“: Isabell Christin Behrendt inszeniert am Boulevardtheater Bremen

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Von: Thomas Kuzaj

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Für Isabell Christin Behrendt ist die Uraufführung zugleich eine Premiere – die Schauspielerin, Jahrgang 1990, führt erstmals Regie.
Für Isabell Christin Behrendt ist die Uraufführung zugleich eine Premiere – die Schauspielerin, Jahrgang 1990, führt erstmals Regie. © Esser

Bremen – Taraaaa! Das ausgebuchte Kreuzfahrtschiff „Toscabella“ läuft aus zu großer Fahrt von Bremerhaven nach Lissabon. An Bord schwappt die Stimmung bald über, denn es entspinnt sich die musikalische Komödie „Heiner, Sascha und die andern“. In See sticht die „Toscabella“ erstmals am Freitag, 6. Mai, im Boulevardtheater Bremen (Am Tabakquartier 8; Karten ab 36 Euro), der zweiten Spielstätte des Weyher Theaters.

Die Uraufführung des Stücks von Kay Kruppa und Frank Pinkus (1959 bis 2021) beginnt um 20 Uhr. An Bord stehen sechs Figuren im Fokus – drei Paare: Chefsteward und Eventmanager Sascha Hahn (und nicht etwa Hehn; Darsteller: Benjamin Hauschild, neu im Ensemble) und die in ihn verliebte Fitnesstrainerin Jule (Stephanie Liebl). Außerdem Ingo (David Gundlach) und Hanna Zylinski (Sarah Kluge) – eigentlich auf Hochzeitsreise, doch Ingo beschäftigt sich zumeist mit seinen Kreuzworträtseln. Das dritte Paar: Heiner Bartels (ebenfalls neu dabei: Stefan Leonard), dessen Gattin erkrankt ist, weshalb er an Bord herumflirtet – bis seine Frau Finja (Inga Jamry) doch noch erscheint. Im Interview spricht Regisseurin Isabell Christin Behrendt über die Vorbereitungen auf Bühnenbrettern und Schiffsplanken.

Die Uraufführung der musikalischen Komödie „Heiner, Sascha und die andern“ ist für Sie persönlich auch eine Premiere – denn Sie geben mit dieser Inszenierung Ihr Regiedebüt. Sind Sie aufgeregt?

Ja, ich bin sehr aufgeregt, aber es ist einen ganz andere Aufregung, als wenn man selber als Schauspielerin auf der Bühne steht. Man freut sich über jede Pointe, die funktioniert, ganz anders, fiebert bei jeder Choreographie und jedem Song mit den Kollegen mit – und wenn das Publikum am Ende begeistert applaudiert, ist man einfach nur glücklich, dass das, worüber man sich so viele Gedanken gemacht hat, wirklich funktioniert.

Was reizt Sie daran, Regie zu führen?

Genau die eben beschriebene Aufregung. Man denkt sich über Wochen hinweg etwas aus, hat Visionen von den Rollen, den Szenen, der Technik et cetera. Zu sehen, wie diese Visionen dann in den Proben lebendig werden und auf die große Bühne gebracht werden, ist ein unbeschreibliches Gefühl.

Haben Sie selbst schon einmal eine Kreuzfahrt gemacht?

(lacht) Ja, das habe ich, mehrmals als Kind und Jugendliche mit meinen Eltern. Aber nicht nur das, ich habe sogar 2018 ein halbes Jahr lang als Schauspielerin auf einem Kreuzfahrtschiff gelebt und gearbeitet. Ich kenne mich in diesem Minikosmos Kreuzfahrtschiff also durchaus gut aus.

Was ist wohl leichter zu steuern – ein Schiff oder ein Bühnenensemble?

Ich sage es mal so: Mit einer guten Mannschaft ist es leicht für den Kapitän, sein Schiff zu steuern – und mit diesem tollen, spielfreudigen Ensemble geht es mir gerade ganz genauso!

Mit diesem Motiv wirbt das Boulevardtheater Bremen für die Kreuzfahrt-Komödie.
Mit diesem Motiv wirbt das Boulevardtheater Bremen für die Kreuzfahrt-Komödie. © Boulevardtheater Bremen

Ist die „Toscabella“ im Stück mehr Traum- oder mehr Alptraumschiff?

Auf jeden Fall ein Traumschiff, ich würde sehr gerne an Bord der „Toscabella“ anheuern. Und ich hoffe, dass es unserem Publikum nach der Vorstellung genauso geht.

Wie zu hören war, wird auch viel gesungen an Bord – verraten Sie doch mal einige der Songs, die dabei sind. . .

Meine absoluten Highlights sind das „Neue-Deutsche-Welle“-Medley, bei dem das Publikum einfach verführt wird, mitzufeiern. Und „Sailing“ von Rod Stewart, da musste ich mir schon die eine oder andere Träne trocknen, wirklich sehr schön!

Welche Eigenschaften muss ein Lied haben, um auf der Theaterbühne in einer Komödie zu funktionieren?

Es muss Emotionen vermitteln – und bei diesem Stück ist das vor allem Freude. Das Publikum soll ausdrücklich mitklatschen, tanzen und einfach Spaß haben können, bei jedem einzelnen Lied. Das ist das, was „Heiner, Sascha und die andern“ ausmacht. Es ist ein Partystück mit Urlaubsfeeling und ganz viel Freude.

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