Partymeile

Die Sixdays locken auch Feierwütige an

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Eine wilde Lichtshow und eine volle Ladung Funk: In der prallvollen Halle 4 sorgen „Watch your Step“ für Stimmung, während in der Stadthalle die Radrennen laufen. 

Bremen – Von Martin Kowalewski. Es ist schon einiges los in der Stadthalle (ÖVB-Arena), als die Musiker von der neuen Sixdays-Hausband „Ever‘ so“ am Sonnabend kurz vor 20 Uhr die Bühne betreten. Das Bremer Sechstagerennen, das bedeutet auch: sechs Tage Party.

Ein kurzes Set: Lounge- und Discomusik, angereichert mit jazzigen Elementen. Ein DJ an den Reglern, dazu Percussion und Saxophon. Konserve und Spontaneität, Blickkontakt zu den feiernden Radsportinteressierten, die Mischung passt hervorragend zu den Sixdays, die am Wochenende sehr gut besucht waren.

Die Besucher im Innenraum der Rennbahn genießen den Auftritt eher still und filmen hier und da. Radlerinnen tragen derweil ihre Rennräder durch die Menschenmenge zum Aufgang auf die Rennbahn. Die Rennbahn selbst ist dunkel. Unbemerkt fahren die Teilnehmerinnen sich warm.

Derweil legt sich Sängerin Juliana Townsend (21) aus Mainz zu „No Roots“ mächtig ins Zeug. Der Saxophonist spielt Melodieelemente mit. Etwas später kommen er und Percussionist Max Grösswang (29) von der Bühne. Die Musiker mischen sich unters (Party-)Volk.

Die Gruppe vermittelt einfach Spielfreude – und bei späteren Auftritten an dem Abend wird auch das Publikum tanzwütiger. Alexander (37) aus Bassen sagt: „Das Frauenrennen ist spannend.“ Er ist hauptsächlich hier, um Radsport zu sehen, mag aber auch das bunte Rahmenprogramm.

Während auf der Bahn das Rennen läuft, genießen einige Besucher in einem großen Restaurantbereich Grünkohl. Auf den Gängen stoßen die Menschen an oder wechseln zwischen den vielen Eventflächen. Im hinteren Gang fahren Radsportlerinnen auf Gestellen mit Rollen, um sich aufzuwärmen. Dabei strampeln sie auf der Stelle.

Direkt an ihnen vorbei gehen Menschen, die mit einem Bier in der Hand feiern. „Das ist mal eine lustige Abwechslung“, sagt Sportlerin Alina Lange (22) aus Köln, die auch gerade auch gerade mit ihrem Fahrrad auf Rollen fährt.

Sixdays: Bühnen- und Discoprogramm am Samstag

 © Kowalewski
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Die Besucher können auf den Gängen des weitläufigen Veranstaltungsbereichs nicht nur trinken und schlemmen, sondern auch auf unterschiedliche Weise sportliches Können zeigen, so beim Dosenwerfen und beim (Kunststoff-)Entenangeln.

Gefragt ist auch die Minirennbahn, das kleine Gegenstück zur großen Rennbahn in der Stadthalle. Ein paar Tipps gibt Rainer Peters (62) vom Team „Therafit“ in der Mitte der kleinen Rennbahn. Er zeigt auf Markierungslinien, die den optimalen Fahrkorridor abgrenzen.

Fabian Theuerzeit (31) aus Köln versucht sein Glück. „Auf der Geraden zweimal treten, dann ein bisschen in die Kurve fallen lassen“, sagt Peters. Theuerzeit hält die Spur und kriegt einiges an Tempo hin. Als Teilnehmer beim Jedermann-Rennen ist der Kölner auch auf der großen Bahn gefahren. „Die kleine Bahn ist wirklich schnell“, sagt er.

In der prall gefüllten Partyhalle 4 kocht die Stimmung. Die Band „Watch your Step“ tritt auf. Eine richtig traditionelle Soulkapelle mit zwölf Musikern, die aber auch Songs verschiedenster Genres covert. Das Set beginnt allerdings mit dem Disco-Song „Pump up the Jam“ von 1989, eine ziemlich gewagte Eröffnung.

Richtig schön im Stil der 70er geht der Abba-Klassiker „Voulez-vous“ in die Beine. Die Saxophonistin verpasst dem Song ein langes, orientalisch wirkendes Saxophon-Solo. Bald erklingt echter Funk: „Living in America“ von James Brown.

Im „Deka-Dance“-Bereich ist es proppenvoll geworden. „Rapper‘s Delight“ folgt auf „Nordisch by Nature“. Im Gewirr der Tanzenden sausen Lämpchen umher. Ein paar Leute haben sich Bänder mit Glühlampen umgehängt. Arne (22) aus Bremen genießt mit einigen Freunden die lockere Partyatmosphäre. „Es ist immer wieder toll. Ich komme jedes Jahr“, sagt er. „Erst gucken wir ein paar Radrennen, dann essen wir und dann wird gefeiert.“

Er hat sich auch das große Rennen über 45 Minuten angeguckt. Wer das Rennen gewonnen hat, weiß er allerdings nicht. „Egal. Lieber dabei als mittendrin“, scherzt er. Die Bremer Sixdays – eine große Partymeile auf der Bürgerweide.

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