Fachtagung im Netz

Parkinson und Multiple Sklerose im Fokus: Bremer „Neuro“ geht online

In Präsenz – wie hier – wird es die „Neuro“ dieses Mal nicht geben. Die Tagung geht online.
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In Präsenz – wie hier – wird es die „Neuro“ dieses Mal nicht geben. Die Tagung geht online.

Bremen – Austausch, Kontaktpflege, Neuigkeiten – auf der „Neuro“ gibt es im Herbst aktuelle Fachinformationen zu neurologischen Erkrankungen. Was 2004 mit dem „Bremerhavener Neurologietag“ begann, wurde zehn Jahre später von der Messe Bremen in „Neuro“ umgetauft und 2017 ins Congress Centrum (Bürgerweide) verlegt. In diesem Jahr wird alles anders.

Denn nach der Pandemie-Zwangspause im vergangenen Jahr wird die „Neuro“ nun virtuell. „Statt einer Präsenzveranstaltung im Congress Centrum überträgt ,Congress Bremen‘ die Tagung erstmals live und kostenfrei aus einem Streaming-Studio ins Internet“, so ein Sprecher. Der Termin: Sonnabend, 2. Oktober. Die Teilnehmer können Vorträge „zu neuen und bewährten Therapiemöglichkeiten“ im Netz verfolgen und den Referenten anschließend im Live-Chat Fragen stellen.

Die Fachtagung kreist um Multiple Sklerose (MS) und Parkinson. Sie richtet sich an Betroffene und deren Angehörige – sowie an Therapeuten und Pflegekräfte. „Ein Programmpunkt in diesem Jahr ist zum Beispiel ,Corona und MS‘. Viele Patienten mit chronischen Erkrankungen fragen sich, ob sie ein erhöhtes Infektionsrisiko tragen“, so der Sprecher.

Bremer Experte: „Wichtig ist das Timing zwischen Impfung und MS-Therapie“

„Ein Risiko für einen schwereren Verlauf gibt es nicht, nur weil jemand an MS erkrankt ist“, sagt Dr. Matthias von Mering vom Klinikum Bremen-Nord. Wichtig sei vor allem, sich impfen zu lassen – zum Teil auch ein drittes Mal. „Viele haben die Befürchtung, dass eine Impfung – möglicherweise unter einer MS-Therapie – nicht geeignet ist“, so Mering. „Es ist aber keine Verschlechterung der MS durch die Impfung zu erwarten. Wichtig ist das Timing zwischen der Impfung und MS-Therapie.“

Die Parkinson-Erkrankung ist ein weiterer Schwerpunkt der „Neuro“. „Von Hirnstimulationstechniken über Sprays gegen die Erkrankung bis zum Einsatz von Musik – Betroffene erhalten hier einen umfangreichen Überblick über neue und bewährte Therapien“, heißt es. Die Pandemie hat Parkinson-Patienten auch dadurch getroffen, dass viele Selbsthilfegruppen sich lange Zeit überhaupt nicht treffen konnten. Sollten Betroffene immunsystemunterdrückende Medikamente jetzt lieber absetzen, damit ihr Körper sich besser gegen das Coronavirus wehren kann? Auch um Fragen wie diese wird es im Rahmen der „Neuro“ gehen.

„Nachdem die ,Neuro‘ im vergangenen Jahr wegen der Pandemie ausfallen musste, sind wir froh, endlich wieder für den gewohnten Informationsaustausch zwischen Experten und Betroffenen sorgen zu können“, sagt Susan Haus, Projektleiterin der Tagung. „Wir sehen sogar einen gewissen Vorteil darin, dass wir nicht in Präsenz stattfinden, denn auf digitalem Wege ist die Tagung auch für ein überregionales und damit größeres Publikum niederschwellig zugänglich.“

Die „Neuro“ beginnt am Sonnabend, 2. Oktober, um 10 Uhr unter diesem Link. Die Online-Tagung ist kostenfrei. Eine Voranmeldung auf der Website ist nötig, so der Sprecher.

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