„Bremen Olé“ auf der Bürgerweide

Palmen mit Goldkügelchen

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Party-Stimmung: 15 000 Schlagerfans strecken bei „Bremen Olé“ auf der Bürgerweide die Arme in die Höhe.

Bremen - Von Martin Kowalewski. Regen hält echte Schlagerfans nicht ab – weder von der Anreise noch vom Feiern. Die Stimmung beim Festival „Bremen Olé“ stieg am Sonnabend auf der Bürgerweide sofort, als es zur Eröffnung hochgeschossenes Konfetti vom Himmel regnete.

Anna Maria Zimmermann heizt die Stimmung als erster Act des zehnstündigen Schlagermarathons gleich an. Beim Stimmungsghöhepunkt „10.000 leuchtende Sterne“ sind die Regenwolken vergessen. In vorderster Reihe feiern drei Besucher aus Wildeshausen mit Werder-T-Shirts.

Einer von ihnen ist Michael Hartwig. „Volle Pulle! Ein Super-Line-Up, tolle Songs, prima Stimmung und eine Super-Bühne“, sagt er begeistert. Am Ende ihres Auftritts verspricht auch Zimmermann, etwas zu tun, damit das Wetter besser wird. „Ich esse gleich einen riesigen Teller ganz leer, damit es ganz schnell aufhört zu regnen“, ruft sie ins Mikrofon. Das wird helfen, allerdings mit einigen Stunden Verzögerung.

Lorenz Büffel lässt sich mit einem kräftigen Intro ankündigen. Zu hören sind die Klänge von „I love Rock’n’Roll“, aber mit einem anderen Text: „Hat die Hosen voll. . . – er ist nur ein Playback-Sänger. . .“ Dann ein Countdown. Büffel erobert die Bühne agil und mit seinem typischen Stampf-Gang. Gleich zur Begrüßung schmeißt er seinen Büffel-Helm in die Menge und setzt die Show mit umgedrehter Schirmmütze fort.

Gestenreich: Michelle.

Der Song „Johnny Däpp“ verfehlt seine Wirkung als Stimmungsgarant nicht. Der agile Schlagersänger animiert sein Publikum zu verstärktem Einsatz. Er fordert es auf, in die Hocke zu gehen. Und auch die aus „Jonny Däpp“ bekannte Bass-Stimme bekräftigt aus dem Off: „Alle gehen in die Hocke!“ Das Bremer Publikum zieht mit. Wo für die Hocke einfach kein Platz ist, senken sich die Leute etwas ab, um nach einem kleinen Countdown in die Höhe zu springen.

„Bremen Olé“ auf der Bürgerweide

Im Zuschauerbereich hat ein Mann seinen Kopf zur Wiese gemacht. Ein kleines Idyll – grün gefärbte Haare wie Gras. Darauf zwei Palmen mit Goldkügelchen dran. Ein schrilles Outfit. Dazu eine giftgrüne Krawatte und Sonnenbrille. Der Mann feiert fröhlich. Er sei mit dieser Frisur schon im Mittelmeer gewesen, behauptet er und gibt sich standhaft als Mickie Krause aus. Später gibt er seinen richtigen Namen an: Karl Fallenstein. Er ist für das Festival aus Bremerhaven angereist.

Stark: Michael Wendler.

Michael Wendler hat vier Tänzerinnen dabei. Die bleiben aber im Hintergrund, während er sich an der Spitze des Laufstegs platziert. Er wirkt ruhig, arbeitet mit Gesten und teilweise träumerischen Gesichtsausdrücken. Nach „Sie liebt den DJ“ fordert der Sänger zum Tanzen auf. „Jetzt kommt Discofox. Wer nicht tanzen kann, der kann der mit mir singen“, sagt Wendler. „Wir war’n, wir sind, wir bleiben“ von seinem erst zwei Wochen alten Album „Flucht nach vorn“ erklingt. Für Discofox ist in Bühnennähe kein Platz, aber den Refrain hat das Publikum schnell drauf. Nah an den Fans am Ende des Laufstegs macht auch Michelle ihre Show, mal agil, mal verträumt. Die „Atzen“ sind da schon um einiges wilder. Sie erobern rappend Bühne und Steg, Action auch fürs Auge.

Sprecherin Jessica Schuck schätzt die Besucherzahl auf 15.000. „Das Wetter hat sich weder im Vorverkauf noch an der Abendkasse ausgewirkt“, sagt sie und lobt die Fans. „Respekt! Obwohl sie nass wurden, machen sie eisern die zehn Stunden durch.“

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