Ein Paddelfahrrad und ein „Kanzleiassistent“ siegen bei den „Campusideen“

Gegen den Frust bei Frost

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Sind sie in ihrem ungewöhnlichen Gefährt unterwegs, ernten sie neugierige Blicke: Mit ihrem selbstentwickelten Paddelfahrrad siegten Kai Eggemann (sitzend) und Michael Meyer-Coors beim Wettbewerb „Campusideen“.

Bremen - Von Frust und Langeweile beim winterlichen „Trockenpaddeln“ auf dem Ergometer hatten Kai Eggemann und Michael Meyer-Coors genug. Erfunden haben sie deshalb ein Paddelfahrrad, das Kanuten auch bei frostigen Temperaturen ein abwechslungsreiches Training ermöglicht. Dafür wurden sie jetzt mit dem ersten Preis beim Hochschulwettbewerb „Campusideen“ ausgezeichnet.

„Der Fahrtwind fehlt, und man kommt einfach nicht von der Stelle“, sagt Eggemann über die monotone Saisonvorbereitung auf dem Ergometer. Seit 17 Jahren ist der 27-jährige, der an der Uni Bremen Produktionstechnik studiert, im Kanurennsport aktiv. Gemeinsam mit dem Wissenschaftlichen Mitarbeiter vom Bremer Institut für Strukturmechanik und Produktionsanlagen (Bime), Michael Meyer-Coors, entstand die Idee zu dem Paddeltrike.

„Über einen Seilzugmechanismus wird das fahrbare Paddelergometer durch die Paddelbewegungen mit den Armen angetrieben. Gelenkt wird, wie im Rennboot, mit den Füßen“, so Eggemann. Mehr als 30 Kilometer pro Stunde ist das etwa 3,20 Meter lange Trainingsgerät schnell, in dem die „Campusideen“-Sieger in der Kategorie „Geschäftsideen“ bisweilen an der Wümme entlang durchs Blockland „paddeln“.

Während das „Kaiak“ genannte Gefährt bislang erst als Prototyp existiert, ist die von den Jurastudenten Marco Klock und Philipp Harsleben gegründete „edicted GmbH“ nach Angaben ihrer Geschäftsführer bereits heute Marktführer für juristische Outsourcing-Technologien. Ihr „Kanzleiassistent“ erlaube es Anwälten und Kanzleien, Aufgaben auszulagern und Studenten, Referendare und andere Rechtsanwälte beispielsweise mit Rechercheaufträgen und dem Verfassen von Schriftsätzen wie Klageschriften zu beauftragen.

Dafür erhielten die Unistudenten den ersten Preis in der Kategorie „Businesspläne“. Die Idee kam dem 27-jährigen Klock und seinem 25-jährigen Kommilitonen, als sie während ihres Studiums selbst für Rechtsanwälte Aufgaben übernahmen. „Irgendwann hatten wir mehr Aufträge, als wir abarbeiten konnten.“

Nach zu viel Kaffeekonsum während einer Klausurenphase machten sich Sandra Nennecke, Muhammed Koc, Angelo Wijayakumar und Mariam Alkarrani, Studenten der Hochschule Bremen, auf die Suche nach einer gesünderen Alternative – und fanden sie im koffeinfreien Dattelkaffee. In Bahrain, der Heimat von Alkarrani, ist er seit zwei Jahren ein Trendgetränk. Die Kerne beziehen die Studenten aus dem Oman. In einer kleinen Rösterei in der Überseestadt werden sie 20 Minuten lang schonend geröstet und gemahlen. „Karamellig, malzig, schokoladig“, so beschreibt Business-Management-Student Koc den Geschmack des Dattelkaffees, der „die Bekömmlichkeit von Tee mit den Aromen des klassischen Kaffees verbindet“. Anfang des nächsten Jahres soll er auf den Markt kommen.

13 Teams der Bremer Hochschulen traten beim 13. „Campusideen“-Wettbewerb“ der Gründungsinitiative „Bridge“ am Donnerstagabend im Schütting gegeneinander an. Zuvor hatte eine Jury die Finalisten aus 33 eingereichten Konzepten ausgewählt. Zu ihnen gehört auch Heiko Brüning mit „Fixx-Itt“: Die neuartigen Klettverschlüsse aus Metall halten hohen Temperaturen und ätzenden Umgebungen stand und sind leicht zu reinigen.

Mit dem von ihnen entwickelten „Bridge-Industrieservice“ bieten Kent Bridgewater und Sven Simeitis eine innovative Reinigungsanlage für Kettenfördersysteme, wie sie zum Beispiel in der Automobilindustrie eingesetzt werden. Und mit einem Eis, das 30 bis 50 Prozent weniger Kalorien als die herkömmliche Leckerei haben und über Fitnessstudios und im Onlineshop vertrieben werden soll, wollen Timur Budak und Tin Phan Gesundheitsbewusste und Genießer gleichermaßen begeistern.

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