Packhaustheater: Komödie mit Heidi Jürgens

Die Kunst der Trennung

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Im „Viertel“ fotografiert: „Jeremiad“.

Von Thomas Kuzaj. Theater: Eben noch hat sie bei Radio Bremen die plattdeutschen Nachrichten gelesen, nun kommt sie – per Rad – in den Schnoor. Probe im Packhaustheater. Eine Premiere steht an, letzte Vorbereitungen, viel Gewusel vor und hinter den Kulissen. Die Bremer Schauspielerin Heidi Jürgens kennt das alles gut und nimmt es mit der entsprechenden Gelassenheit.

Theater: Eben noch hat sie bei Radio Bremen die plattdeutschen Nachrichten gelesen, nun kommt sie – per Rad – in den Schnoor. Probe im Packhaustheater. Eine Premiere steht an, letzte Vorbereitungen, viel Gewusel vor und hinter den Kulissen. Die Bremer Schauspielerin Heidi Jürgens kennt das alles gut und nimmt es mit der entsprechenden Gelassenheit.

Und nimmt sich zudem die Zeit für ein kleines Gespräch über die Komödie „Trennung für Feiglinge“ (im Original: „Une semaine, pas plus“), die das Packhaustheater am Donnerstag, 21. Mai, um 20 Uhr herausbringt. Ein Drei-Personen-Stück des französischen Autors Clément Michel, ins Deutsche übersetzt von Frank-Lorenz Engel. Heidi Jürgens steht gemeinsam mit Dirk Hermann und Gregor von Holdt auf der Bühne. Der Schauspieler David Wehle gibt sein Regiedebüt.

Aber was ist das denn nun, eine „Trennung für Feiglinge“? „Mein Freund will sich von mir trennen, hat aber nicht den Mut“, antwortet Heidi Jürgens – aus der Perspektive ihrer Rolle, versteht sich.

Kurzum: Paul (von Holdt) und Sophie (eben: Jürgens) leben seit vier Monaten in einer gemeinsamen Wohnung. Sophie ist sexy, liebevoll und zuvorkommend, dennoch empfindet Paul das Zusammenleben als Zumutung. Und so quartiert er seinen besten Freund Martin (Hermann) in der Wohnung ein. Martin, so Pauls Idee, soll sich so lange danebenbenehmen, bis Sophie sagt: „Entweder er geht oder ich.“ Doch die „Trennung für Feiglinge“ funktioniert so natürlich nicht. Martin zieht ein, will maximal eine Woche bleiben – und er findet Sophie ganz sympathisch. Es folgen die genreüblichen Verwechslungen und Verwicklungen.

„Die Franzosen haben eine bestimmte Art, ein Stück zu schreiben“, sagt Heidi Jürgens über „Trennung für Feiglinge“. Ein besonderes Flair eben. Auch ein Hang zu Wortwiederholungen in den Dialogen scheint dazuzugehören, so die Bremer Schauspielerin, die Ende der 80er Jahre die Schauspielschule des Waldau-Theaters besucht hat. In Bremen war sie zuletzt im Komödien-Erfolg „Tussipark“ zu sehen, danach ging‘s mit „Tussipark“ an die Komödie Bielefeld. Im Herbst soll das Stück wieder nach Bremen kommen.

Nun aber ist erst einmal „Trennung für Feiglinge“ angesagt. Heidi Jürgens schnappt sich ihre Tasche und verschwindet – nein, nicht in den Katakomben, wohl hinter den Kulissen das Packhaustheaters. Es wird weitergeprobt. Denn schon am Donnerstag wird‘s ja ernst mit der neuen Komödie.

Wilde Mischung

auf der „Treue“

Musik: In der Reihe „Plankton“ – wie „Planke“ und „Ton“ – werden an jedem dritten Dienstag im Monat junge Künstler an Bord des Clubschiffs „Treue“ (Anleger Tiefer 1) präsentiert. Und heute ist ja der dritte Dienstag im Monat Mai! Und so ist ab 19.30 Uhr ein Dreierpack auf der „Treue“ zu erleben: „Mind Trap“ aus Osnabrück, „Jeremiad“ aus Delmenhorst und „Moving Houses“ aus Bremen.

Eine durchaus wilde Mischung – fein gesponnener Indie-Pop von „Mind Trap“, gefühlvolle Elektronik-Melodien von „Moving Houses“. Und Grunge-Rock von „Jeremiad“, die heute Abend ihre neue Platte „High Fives“ live vorstellen.

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