„Orpea“ steigt in Residenz-Gruppe ein

Rolf Specht tritt kürzer

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Unternehmer Rolf Specht (63) tritt künftig kürzer.

Bremen - Die Senioren Wohnpark Weser und die Senioren Wohnpark Stade GmbH werden ab Herbst zur „Orpea Deutschland“ gehören. Das teilte die Eigentümerin, die Residenz-Gruppe Bremen um Rolf Specht, gestern mit. Specht, „Bremer Unternehmer 2010“, tritt damit künftig kürzer.

Eine Sprecherin sagte: „Mit diesem Transfer werden beide Unternehmen im Sinne der mehr als 2 000 Mitarbeiter weiter in eine gesicherte Zukunft geführt.“

Die „Orpea-Gruppe“ übernimmt die Gesellschaftsanteile von Rolf Specht. „Orpea“ sei mit 650 Einrichtungen in acht Ländern und fast 64 000 Pflegeplätzen „der führende Betreiber von Seniorenpflegeeinrichtungen in Europa“, heißt es weiter. Die Geschäftsführung der Senioren Wohnpark Weser und Senioren Wohnpark Stade bleibt laut Residenz-Gruppe mit Frank Markus und Carsten Adenäuer unverändert. Auch Rolf Specht werde ihr weiterhin angehören. Sowohl die Namen der Pflegeeinrichtungen als auch der Betreibergesellschafter werden beibehalten.

Die beiden Gesellschaften betreiben den Angaben zufolge insgesamt 34 Pflegeeinrichtungen mit 2 496 stationären Pflegeplätzen in Bremen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Hessen. Neue Einrichtungen mit insgesamt 510 weiteren Pflegeplätzen seien bereits im Bau und in der Planung. Specht hat die Betreibergesellschaft Senioren Wohnpark Weser zusammen mit einem Geschäftspartner vor rund 25 Jahren gegründet und „zu einer der 20 größten Betreibergesellschaften für Pflegeeinrichtungen in Deutschland“ entwickelt, heißt es. Die erste Pflegeeinrichtung, das Haus „Rotbuche“ in Arsten, werde immer noch erfolgreich von dem Unternehmen betrieben.

Die Verkaufsentscheidung hätten die Gesellschafter nicht plötzlich, sondern wohlüberlegt getroffen. Sie sei in erster Linie aufgrund des Alters des geschäftsführenden Gesellschafters und für die Sicherung der Unternehmenszukunft gefallen. „Mit der ,Orpea-Gruppe‘ haben wir einen Wunschkandidaten als strategischen neuen Gesellschafter gefunden“, unterstrich der 63-jährige Specht. Nach seiner Aussage soll kein Mitarbeiter infolge des Transfers seine Anstellung verlieren. Im Gegenteil, so Specht weiter, die Arbeitsplätze würden so langfristig gesichert. Den Angaben nach ist „Orpea“ ein in Frankreich gelistetes börsennotiertes Unternehmen mit einem Marktvolumen von vier Milliarden Euro. Bremen soll zur Norddeutschlandzentrale werden. „Ich freue mich sehr, dass wir unser qualitatives Wachstum mit dem Transfer der beiden Gesellschaften der Residenz-Gruppe Bremen fortsetzen können“, sagte Marc Hildebrand, Chef von „Orpea Deutschland“.

Sowohl die Residenz Vertriebsgesellschaft als auch die „Reha-Klinik am Sendesaal“ in Bremen bleiben von der Veränderung unberührt, heißt es.

gn

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