Volumen: 157,75 Millionen Euro

Esa ordert vier weitere Galileo-Satelliten bei OHB

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Galileo-Satelliten werden im Reinraum im europäischen Weltraumbahnhof Kourou (Französisch-Guayana) für den Start vorbereitet.

Bremen - Nachschlag für OHB: Die Europäische Kommission und die europäische Weltraumgentur Esa haben eine der vertraglich vereinbarten Optionen gezogen und den Bremer Raumfahrtkonzern mit dem Bau von vier weiteren Satelliten für das europäische Navigationssystem Galileo beauftragt. Der Viererpack hat ein Finanzvolumen von 157,75 Millionen Euro.

Erst im Juni 2017 war dem Satellitenhersteller im Rahmen der dritten Ausschreibung der Zuschlag für acht Galileo-Satelliten erteilt worden. „Die Qualität unserer Navigationssatelliten hat ein weiteres Mal für sich gesprochen. Ich bin der Kommission und der Esa sehr dankbar für das in uns und unsere Partner gesetzte Vertrauen“, sagt OHB-Vorstandsvorsitzender Marco Fuchs.

Wolfgang Paetsch, der für Navigation, Erdbeobachtung und Wissenschaft zuständige Vorstand der OHB System AG, sagt, dass nach der Fertigung der acht Satelliten aus dem Juni-Auftrag mit der Fertigung der vier Satelliten aus dem jüngsten Auftrag nahtlos fortgefahren werde. „Der ehrgeizige Zeitplan sorgt dafür, dass künftig sowohl im Weltraum als auch auf der Erde Reservesatelliten verfügbar sind“, ergänzt Paetsch.

34 Satelliten bestellt

Der Vertrag über die vier Satelliten hat, wie eingangs erwähnt, ein Volumen von 157,75 Millionen Euro. OHB ist als Hersteller der Satellitenplattform und Systemführer für das Satellitenkonzept, die Satellitenplattform, die Integration der Satelliten und deren Verifikation zuständig. Außerdem unterstützt das Unternehmen die Startvorbereitungen und die In-Orbit-Verifikation.

Der Vertrag erhöht die Anzahl der bei der OHB System AG georderten Galileo-Satelliten auf 34. Davon befinden sich 14 bereits im Weltraum, sagt eine OHB-Sprecherin.

Die 750 Kilogramm schweren Satelliten sollen dann mit Ariane-6-Raketen in den Orbit auf jeweils rund 23 000 Kilometer Höhe transportiert werden. Die Oberstufe – also das „Gehirn“ – der Trägerrakete, wird bei Airbus Defence  &  Space in Bremen entwickelt. Und das OHB-Tochterunternehmen MT Aerospace ist im Ariane-Programm der größte Zulieferer außerhalb der Ariane-Gruppe.

Fertigung beginnt Anfang 2018

Das Augsburger Unternehmen liefert fast alle Tank- und Strukturbauteile der neuen Rakete. „Die Fertigung dafür beginnt Anfang 2018 in den dafür neu gebauten Hallen in Augsburg“, sagt Hans Steininger, Vorstandsvorsitzender der MT Aerospace AG. „In Kürze werden wir die Komplettierung der Oberstufentanks der Ariane 6 in der eigens dafür gebauten 4000  Quadratmeter großen MT-Halle am Bremer Flughafen beginnen.“

Das europäische Satellitennavigationssystem Galileo soll Menschen in Europa und auf der ganzen Welt eine Vielzahl verschiedener Dienste zur Positionsbestimmung, Navigation und Zeitbestimmung ermöglichen. Erste Dienste des Galileo-Systems werden seit 15. Dezember   2016 angeboten. Das sei „ein erster Schritt hin zum Gesamtbetrieb“, sagt die Firmensprecherin. Mit weiteren Satellitenstarts werde die Konstellation weiter ausgebaut. Dies erhöhe schrittweise die Leistungsfähigkeit weltweite Verfügbarkeit des Systems.

Die letzten der 34  Satelliten sollen 2018 in ihre Umlaufbahn geschossen werden, heißt es.

je

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