50 Kurse bei der „Langen Yoga-Nacht“

„Oomm“ – der Urlaut des Seins

Ann-Kathrin und Imke-Christin bei einer „Slow-Flow“-Stunde im „Vinya Loft“.
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Ann-Kathrin und Imke-Christin bei einer „Slow-Flow“-Stunde im „Vinya Loft“.

Bremen - Von Frauke Kuffel. Schon im Vorfeld war auf der Homepage der Veranstaltung vom „größten Ooomm des Sommers“ die Rede. Und tatsächlich war der Andrang der Teilnehmer riesig. Am Sonnabend fand in Bremen die „Lange Yoga-Nacht“ statt.

In zwölf verschiedenen Yoga-Studios gab es sechs Stunden lang ein abwechslungsreiches Programm. Das reichte von „Akro-Yoga“ über „Vinyasa-Yoga“ bis zu „Moonlight-Meditation“. Für zehn Euro gab es die Teilnehmer-Bändchen, mit denen spontan zwischen Studio und Kurs gewählt werden durfte, ganz ohne Voranmeldung. „Ich dachte, es kommen vielleicht zehn Leute zu jedem Angebot“, so Farina Behme, die das „Vinya Loft“ im Viertel betreibt. Tatsächlich kamen aber mehr als 40 Interessierte, so dass Behme eine Zusatzstunde anbot.

Als zwei Räume nicht ausreichten, wurde auf dem Flur weitergemacht

Ähnlich war es auch im „Urban Yoga“. Zum ersten Kurs „Feel, breathe & roll“ kamen mehr als 50 Teilnehmer. Kurzerhand wurde ein zweiter Raum geöffnet, in dem Felix Wendt eine „Open class“ veranstaltete. Doch auch dieser wurde so voll, dass ein paar Besucher einfach vom Flur aus mitmachten. Felix Wendt betreibt das Studio mit seiner Mutter Evelyn zusammen. „Es ist quasi ein Familienunternehmen“, sagte der Yoga-Lehrer. 

Er eröffnete seine Stunde mit der Frage: „Was ist Yoga?“ Als Antwort kamen Begriffe wie Freude und Freiheit. „Yoga heißt zusammenbringen“, erklärte Wendt. „So wie heute, heute bringen wir verschiedene Ideen des Yoga zusammen.“ Für ihn ist Yoga das Zusammenbringen von allem, was ist. Das Ziel dabei: sich eins zu fühlen mit dem eigenen Körper. Gemeinsam wurde das Om-Mantra gesungen. „Om ist der Urlaut des Seins“, so Wendt. „Es steht für alles, für den Kreislauf des Seins.“ 

Namaste!

Danach übten die Teilnehmer verschiedene Figuren, darunter der „herabschauende Hund“, bei dem vor allem der Rücken gedehnt werden soll, oder die „Krähe“, bei der die Knie an der Schulter sind und der Körper auf den Händen balanciert wird. Die Lehrer stellten die Figuren in Deutsch und dem indischen Sanskrit vor. Zur Entspannung spielte Felix auf dem Harmonium, einem Tasteninstrument ähnlich dem Akkordeon.

Im „Qi55“ lernten die Besucher „Vinyasa Yoga“ kennen. Hanna Lipinski unterrichtete diese Form des Yoga, die fast tänzerisch erscheint. „,Vinyasa Yoga' ist eine Synchronisation von Atem und Bewegung“, erklärte Lipinski. „Man versucht, sich so zu bewegen, dass der Atem fließt.“ Bei allen Unterschieden der verschiedenen Studios und Kursangebote war das Ende der Yoga-Stunde ähnlich: Die Hände werden zum Gruß vor dem Herzraum zusammengeführt: Namaste!

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