Sieger aus Paderborn, Hannover und Bremen

650 Sportler gehen beim „City-Triathlon“ an den Start

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Schnell aufs Rad und gleich weiter: Szene vom „City-Triathlon“ in der Überseestadt.

Bremen - Von Steffen Koller. Die Muskeln brennen, das Publikum heizt ein: Beim sechsten „City-Triathlon“ der Gewoba gingen Sonntag etwa 650 Sportbegeisterte an den Start. Im Wasser, auf dem Rad und zu Fuß kämpften die Athleten in verschiedenen Kategorien gegen die Uhr – und den inneren Schweinehund. Tausende von Zuschauern versammelten sich trotz herbstlicher Temperaturen am Europahafen, um die Sportler anzufeuern.

„Drei, zwei, eins… und: Knall!“ Die Startpistole ertönt und schallt von den großen Mauern der Gebäude rund um den Europahafen zurück ins Becken. Dutzende Sportler schieben sich durchs Wasser, nur kurz recken sie ihre Köpfe empor. Ein Atemzug und weiter gegen die Wassermassen ankämpfen heißt jetzt die Devise. Eine Runde und der Körper schmerzt, die zweite Schleife wird schon zur Tortur. Doch die Athleten kämpfen, beißen, widersetzen sich dem inneren Schweinehund. 

„Volkstriathlon“ - weniger Training, identischer Enthusiasmus

1,5 Kilometer sind absolviert. Raus aus dem kühlen Nass – und das kann bei diesen Temperaturen wahrlich so stehen bleiben. Nun sind gleich die Beine gefragt. Rauf aufs Rad, treten die Sportler in die Pedalen, im Windschatten heften sie sich an ihren Vordermann und müssen in der Kategorie „Olympic Triathlon“ 40 Kilometer Vollgas geben. Aufgeben gilt nicht. Schon gar nicht, wenn nur wenige Meter entfernt Frau, Kind und Eltern ihre Schützlinge vom Straßenrand anfeuern. „Los, mein Bester! Zieh durch! Das schaffst Du!“ Die Kurven werden eng genommen, jede Sekunde zählt.

6. „Gewoba City Triathlon“

 © Mediengruppe Kreiszeitung / Koller
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Im Ziel geht es ohne große Umwege in die Laufschuhe. Klettverschluss zu und ab auf die Piste, die die Sportler noch einmal zehn Kilometer bis zur Schlachte und zurück führt. Puh! Geschafft! Vollkommen alle erreichen die ersten Starter das Ziel, fallen zu Boden und lassen sich feiern. Die Lunge pfeift, der Schweiß rinnt in Bächen den Körper hinunter. Doch Ziel ist Ziel. Und durchgehalten ist durchgehalten. Das denken sich auch die Teilnehmer der Kategorie „Volkstriathlon“, der aus 500 Metern Schwimmen, 20 Kilometern Radfahren und abschließenden zehn Kilometern Laufen besteht. Mit weniger Training, aber mindestens genauso viel Enthusiasmus und Ehrgeiz erreichen die Sportler das Ziel – der eine schneller, der andere langsamer.

Vorfreude auf das nächste Jahr

„Hauptsache: durchgehalten“, sagt Walter (46) aus Bremen, der bereits zum dritten Mal am „City-Triathlon“ teilnimmt. „Immer wieder eine geile Sache“, hechelt er und nimmt auf den kalten Steinen Platz. „Ich kann nicht mehr“, sagt er kurz danach und lächelt dabei äußerst zufrieden. Es folgen Umarmungen, Glückwünsche – und dabei schwingt großer Stolz mit: „Das war super!“ So gratuliert Enkelin Maria und nimmt ihren Opa kräftig in den Arm. Lange währt die Umarmung nicht, „zu nass“ sei ihr Großvater, meint Maria und spielt damit auf den Schweiß an, der Opa fest im Griff hat.

Walter ist es egal, er ist glücklich – naja, nur fast. „Nächstes Jahr bin ich zwei Minuten schneller“, ruft er und freut sich auf eine heiße Dusche.

  • Sieger beim „Olympic Triathlon“:

Viktoria Rath (Paderborn, 2:23:02) bei den Frauen, Steve Kehl (Hannover 96, 2:04:15) bei den Männern. 

  • Sieger beim Volkstriathlon

Stephanie Blohme (Triathlöwen Bremen, 1:08:04) und Jakob Günther (Hannover 96, 1:00:37).

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