„Offener Sonntag“ zieht Massen an

Einkaufsbummel im Markttreiben

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Im „Hexentanz“ drehen sich die Gondeln.

Bremen - Von Jörg Esser. Bremen Bremen - Von Jörg Esser. Wunderbares Spätsommerwetter zur Beerdigung des Freimarkts – das ist auch eher die Ausnahme. „Et kütt, wie et kütt“, sagt ein Kölner Tourist, zieht schnaufend seine dicke Jacke aus und steuert das Riesenrad an. „Gleich geht es ins Bayernzelt“, fährt er ungefragt fort. Seine Frau sei „da hinten bei Karstadt und so weiter zum Shoppen“.

Jedem das Seine. Die Kaufleute in der Innenstadt und im Steintor-Viertel öffnen seit Jahren am letzten Freimarktssonntag der Saison fünf Stunden lang ihre Geschäfte. Das Konzept geht auf. Immer wieder. Auch gestern. Volle Parkhäuser, gut gefüllte Kaufhäuser. Und dazu Kartoffelpuffer. Und Flammlachs. Und Schmalzkuchen. Und das eine oder andere Bier. Für Glühwein ist es an diesem Sonntag ja nunmal viel zu warm.

Was soll’s. Der 979. Freimarkt ist Geschichte. Der 980. kommt bestimmt. Am 16. Oktober 2015 geht es wieder los. Die Bürgerweide wird dann bis zum 1. November 17 Tage lang zum Rummelplatz.

Zunächst aber bauen ab heute die Schausteller ihre Buden, Kinderkarussells und Fahrgeschäfte ab. Die Bilanz? „Der Freimarkt ist ein Umsatzgarant“, heißt es am Süßigkeitenstand. „Die verkauften Liebesäpfel haben wir aber nicht gezählt.“ Mehr Besucher als im Vorjahr seien auf der Bürgerweide gewesen, sagt Marktmeister Wolfgang Ahrens. Um die vier Millionen Besucher – so lautet die Schätzung vom Vorsitzenden des Schaustellerverbands, Rudi Robrahn.

Letzter Samstag des 979. Bremer Freimarktes - Teil 2

Mag sein. Die Polizei hat da konkrete Zahlen vorzuweisen. Die Ordnungshüter zählten bis zum Freitagabend mehr als 3300 Verstöße gegen die Marktordnung. „Das ist ein neuer negativer Rekord“, sagte ein Polizeisprecher. Und weiter: „Viele Besucher missachteten offenbar nach wie vor aus Unkenntnis die Vorschriften, insbesondere das Mitführverbot von Flaschen.“

Letzter Samstag des 979. Bremer Freimarktes - Teil 1

Auch Falschparker gab es jede Menge. Die Polizei legte nach eigenen Angaben

einen ihrer Schwerpunkte auf das Freihalten von Notausgängen und Rettungswegen. Hier seien die Verkehrsverstöße konsequent geahndet worden. 50 Autos wurden abgeschleppt und etwa 400Bußgelder verhängt.

Doch: „Es gab nur wenige schwere Gewalttaten und keine nennenswerten Störungen, keine Probleme mit Rocker- oder Jugendbanden und auch keine größeren Auseinandersetzungen“, resümierte der Polizeisprecher. „Insgesamt ist das Sicherheitskonzept nicht zuletzt durch den hohen Kräfteaufwand aufgegangen.“

www.kreiszeitung.de/freimarkt

01.11.2014 Halle 7 in Bremen

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