Proben aus Garten in Hasenbüren untersucht / Stahlwerke: Zweiter Hochofen geht in Betrieb

„Obst ist nicht gesundheitsschädlich“

Blick auf die Bremer Stahlwerke.

Bremen - (gn) Salat, Äpfel, Johannisbeeren und Himbeeren aus einem Garten in Hasenbüren sind nicht gesundheitsschädlich. Das teilte gestern eine Sprecherin des Gesundheitsressorts mit. Die Behörde hatte das Obst und Gemüse nach den Staubwolken, die in den vergangenen Wochen aus dem Stahlwerk ArcelorMittal auf Hasenbüren und Seehausen niedergegangen waren (wir berichteten) bei der Bremer Lebensmittelüberwachung untersuchen lassen.

In dem Obst und Gemüse gebe es ebensowenig Grenzwertüberschreitungen bei Schwermetallen und anderen Schadstaffen wie bei einer Brennnessel-Probe. Die Untersuchung sei allerdings nicht repräsentativ, räumte die Sprecherin der Gesundheitsbehörde ein. Es seien lediglich Stichproben genommen worden. Es sei nicht auszuschließen, dass es in anderen Gärten belastetes Obst und Gemüse gebe.

Der Anwalt der geschädigten Bootsbesitzer verwies auf Ergebnisse des Fraunhofer-Instituts. Diese besagten, dass der gelbe Staub auf den Yachten durchaus gesundheitsschädlich sei. Da Yachthafen und Gärten etwa anderthalb Kilometer voneinander entfernt lägen, seien die unterschiedlichen Ergebnisse eventuell so zu erklären, mutmaßte die Behörde.

Unterdessen teilten die Stahlwerke – unabhängig vom Thema Staubwolken – mit, dass sie den zweiten Hochofen wieder anfahren wollen. Er sollte eigentlich bereits im Dezember 2008 gestartet werden, so Sprecher Dirk Helm, doch angesichts der Wirtschaftskrise habe die Produktion stattdessen gedrosselt werden müssen. Nun sei geplant, den zweiten Hochofen Mitte September wieder in Betrieb zu nehmen.

Dr. Dietmar Ringel, Vorstandschef von ArcelorMittal Bremen, sagte: „Wir bringen unsere Produktionskapazität Schritt für Schritt in Einklang mit dem steigenden Bedarf am Markt, der von einer erwarteten technischen Erholung getrieben wird.“ Die Lager der Kunden seien langsam leer. „Wir erwarten jedoch in nächster Zeit noch nicht wieder das Produktionsniveau von 2008“, so Ringel. Der zweite Hochofen soll zunächst für vier Monate laufen.

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