Saunalandschaft in Turbulenzen

Corona-Schließung hat Folgen: „Oase“ stellt Insolvenzantrag

Wellness: Die „Oase“ am Weserpark war in Vor-Corona-Zeiten ein Publikumsmagnet. Jetzt hat das Unternehmen einen Insolvenzantrag gestellt.
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Wellness: Die „Oase“ am Weserpark war in Vor-Corona-Zeiten ein Publikumsmagnet. Jetzt hat das Unternehmen einen Insolvenzantrag gestellt.

Bremen – Die Sauna- und Wellnesswelt „Oase“ am Weserpark ist durch die Corona-Pandemie in wirtschaftliche Turbulenzen geraten. Die seit dem 18. März geltende Schließverfügung des Senats hat den Geschäftsbetrieb zum Stillstand gebracht.

 Am Donnerstag stellte das Unternehmen einen Insolvenzantrag. Der vom Amtsgericht zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellte Bremer Rechtsanwalt Berend Böhme verschafft sich jetzt einen Überblick über die wirtschaftliche Lage. Ziel sei es, den Geschäftsbetrieb im Einklang mit den coronabedingten behördlichen Einschränkungen schnellstmöglich wiederaufzunehmen und nach einer langfristigen Perspektive für die „Oase“ zu suchen. Löhne und Gehälter der Mitarbeiter sind für die nächsten drei Monate über das Insolvenzausfallgeld gesichert, heißt es.

Die Nachricht kommt an jenem Tag, an dem in Bremern Saunen unter strengen Auflagen und Hygienekonzepten wieder öffnen dürfen.

Helmuth Gaber, langjähriger Geschäftsführer der „Oase“, sagt, dass auch in absehbarer Zukunft von spürbar negativen wirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie auf das seit 22 Jahren durch einen Gesellschafterkreis gehaltene Unternehmen auszugehen sei. „Die gesamte Sauna- und Wellnessbranche steht bundesweit einer sichtbar verunsicherten Wellness-Kundschaft gegenüber. Die Zurückhaltung der Kunden wird sich auch mittelfristig weiter auswirken.“ Gaber: „Nach dem Lockdown vom Frühjahr 2020 wird das Weserpark-Gelände jetzt wie gewohnt sehr gut frequentiert. Heute sehen wir wieder ein reges Treiben und die vielseitige Nachfrage im Shopping-Bereich. Die Weserpark-Kunden sind wieder da.“ Doch in der „Oase“ herrsche seit Schließungsverordnung des Senats gähnende Leere. „Das ist sehr bitter.“

Eröffnet wurde die heutige „Oase“ Anfang der 90er Jahre als „Aquadrom“. Es war ein riesiges Familien- und Spaßbad. Ab 1997 erfolgte der Umbau zur „Oase“, die im Januar 1999 als damals größte Sauna-, Wellness- und Fitnesslandschaft in Europa eröffnet wurde, sagt Gaber. In den vergangenen Jahren wurden einige Millionen Euro in die Erweiterung der „Oase“ gesteckt. Seit zwei Jahren gibt es Umbaupläne. Neue Pools waren geplant. Doch Corona hat alles ausgebremst.

In der Vor-Corona-Zeit zählte die Sauna- und Wellnesslandschaft jährlich rund 300.000 Gäste.

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