Nummer 3391 soll die Aktion retten

3390 T-Shirts mit falschem Datum zum „Tag der Seenotretter“

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Wer das einzige Shirt mit dem richtigen Datum „30. Juli 2017“ erwirbt, kann an einer Kontrollfahrt auf dem Seenotrettungskreuzer „Hermann Marwede“ teilnehmen. Elke Leffers aus der Seenotretter-Zentrale zeigt die beiden T-Shirts – rechts das T-Shirt mit dem richtigen Datum. 

Bremen - Zum „Tag der Seenotretter“ am Sonntag, 30. Juli, öffnet die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) zahlreiche Stationen an Nord- und Ostseeküste für Besucher. Dabei werden T-Shirts mit aufgedrucktem Tagesdatum zum Kauf angeboten – der Erlös kommt den Seenotrettern zugute. Diesmal gab es jedoch eine Panne: Statt „30. Juli 2017“ tragen alle T-Shirts das falsche Datum „31. Juli 2017“.

Die Entscheidung fiel schnell: Die gesamte Auflage von 3390 T-Shirts wird trotz Fehler verkauft. „Wegwerfen und neu bestellen kam nicht in Frage“, sagt DGzRS-Sprecherin Antke Reemts. Als Spendenorganisation würden die Seenotretter mit den ihnen anvertrauten Mitteln sorgfältig umgehen. Dann aber hatte jemand eine gute Idee: Ein einziges T-Shirt soll das richtige Datum bekommen – und nicht einmal die Seenotretter wissen, auf welcher Station es angeboten wird. Von außen ist auf der Verpackung das Datum nicht zu sehen. Wer das einzig richtige T-Shirt mit dem Datum „30. Juli 2017“ ergattert, gewinnt zugleich eine Mitfahrt auf dem Seenotkreuzer „Hermann Marwede“, dem größten Schiff der DGzRS-Flotte. „Mitfahrten auf Seenotkreuzern sind normalerweise nicht möglich“, sagte Reemts. Daher sei dies „etwas ganz Besonderes“. Der Einfall mit dem 3391. T-Shirt soll die Aktion retten: „Wenn Dir das Leben Zitronen gibt, mach Limonade draus“, sagt sie.

Die DGzRS wurde 1865 gegründet. Seitdem haben die Seenotretter mehr als 84 000  Menschen vor dem Ertrinken gerettet oder aus großen Gefahren befreit. Zwischen Borkum in der Nordsee und Usedom in der Ostsee unterhält die Gesellschaft 54  Stationen mit etwa 60 Rettungsbooten und Seenotkreuzern. Für die Hilfsorganisation arbeiten knapp 1 000 Haupt- und Ehrenamtliche. Jahr für Jahr fahren sie mehr als 2 000 Einsätze, die alle über eine Zentrale in Bremen koordiniert werden.

Beim „Tag der Seenotretter“ bleibt jene Zentrale an der Weser geschlossen. 28 Stationen sind geöffnet, unter anderem die an der Seebäderkaje in Bremerhaven – und zwar von 10 bis 17 Uhr. - epd

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