Notunterkunft in Halle am Polizeipräsidium

Bremen erwartet 100 Flüchtlinge aus Ungarn

Bremen - „Refugees welcome – Flüchtlinge willkommen.“ Mit Plakaten wie diesen standen etwa 70 Bremer am späten Sonnabendabend auf dem Hauptbahnhof. Denn in der Nacht zu gestern sollten Flüchtlinge, die über Ungarn nach Bayern ausgereist sind, in Bremen eintreffen. Deren Ankunft allerdings hat sich verzögert.

Erwartet würden „80 bis 100 Menschen“, sagte ein Sprecher des Sozialressorts unserer Zeitung. Zunächst hieß es noch, die Flüchtlinge kämen im Laufe des Tages mit dem Zug nach Bremen. Dann aber wurden die Pläne geändert. Von München aus sollte nun ein Zug zu einem norddeutschen Bahnhof fahren. Von dort aus wiederum sollten die Flüchtlinge mit Bussen in verschiedene Städte gefahren werden. In Bremen würden die Menschen voraussichtlich erst spät in der Nacht eintreffen – oder auch erst heute Morgen.

In der Hansestadt wurde am Wochenende kurzfristig eine erste Unterkunft für die Flüchtlinge aus Ungarn organisiert – sie sollen vorübergehend in einer Halle auf dem Areal des Polizeipräsidiums in der Vahr unterkommen.

Das Technische Hilfswerk (THW) hat die Halle mit Notbetten ausgestattet. Die Versorgung mit Lebensmitteln und Wasser hat die Freiwillige Feuerwehr übernommen, Babynahrung brachte die Arbeiterwohlfahrt. Die Bundespolizei stand für einen Shuttle-Dienst bereit. „Sollten mehr Flüchtlinge eintreffen als derzeit erwartet, wird sehr kurzfristig auch die Bundeswehr eine Halle zur Verfügung stellen“, hieß es im Bremer Sozialressort.

Sozialsenatorin Anja Stahmann (Grüne): „Wir haben gemeinsam innerhalb weniger Stunden dieses Hilfenetz aufgespannt. Auf diese Solidarität unter allen beteiligten Institutionen bin ich richtig stolz.“

Bislang hat das Land Bremen in diesem Jahr mehr als 4000 Flüchtlinge aufgenommen. Im vergangenen Jahr waren es gut 2200.

Die Behörden baten am Wochenende darum, nicht spontan Spenden zu bringen, weil nicht abzusehen sei, was genau benötigt werde. Wer Flüchtlingen in Bremen helfen möchte, kann dies über das Projekt „Gemeinsam in Bremen“ tun.

kuz

www.gemeinsam-in-bremen.de

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