Neuer Trend: Yoga für Hanseaten

Nordlicht im Brustkorb

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Auf norddeutsche Art im Entspannungs-Trend: „Buddha bei die Fische“ von Anke Lütjens und Martina Grigoleit. ·

Bremen - Von Thomas Kuzaj. Wellness: „Moin. Lege Deine Handflächen vor Deiner Brust zusammen und spüre, dass in Deinem Brustkorb das Nordlicht leuchtet.“ In diesem Tonfall ist es gehalten, das Buch „Buddha bei die Fische – Yoga für Nordlichter“, das jetzt im Bremer Schünemann-Verlag erschienen ist (48 Seiten, Preis: 9,90 Euro).

Die beiden Autorinnen – Anke Lütjens und Martina Grigoleit – sind ausgebildete Yogalehrerinnen, stammen aus dem Norden und können nicht nur auf hoher See das innere Gleichgewicht halten, sondern auch im Alltag. Lütjens ist obendrein Agraringenieurin, Grigoleit Designerin. „Wir brauchen Stabilität, sonst weht uns der erste Nordwestwind im Oktober zu Boden“, schreiben sie denn auch.

Ihre auf Hanseaten und überhaupt auf Menschen von der Küste zugeschnittenen Übungen haben sie in ihrem Buch versammelt. „Es ist kein Fachbuch, sondern eine Liebeserklärung an Yoga, unsere Heimat und an die Menschen, die hier leben.“

Gastgeber und Organisatoren des Nachbarschaftsfests im September vergangenen Jahres. Rechts im Bild: Parlamentspräsident Christian Weber.

Logisch, dass es zwischen „Heringsrolle“ und den „Schafen auf dem Deich“ auch mal ein paar Sätze in plattdeutscher Sprache gibt. Die Illustrationen dazu sind, wie soll man sagen, stylish. Sie machen die Verbindung von Küsten-Klarheit und Yoga-Ruhe optisch deutlich. Irgendwie lag es ja auch auf der Hand, das mal zu verbinden. Schließlich wird den Hanseaten ja auch eine gewisse Nähe zur Ruhe nachgesagt. „Buddha bei die Fische“ ist ein originelles Buch, ein echt norddeutscher Geschenkband, der ziemlich cool daherkommt.

· Engagement: Alle Jahre wieder wird es im Sommer gefeiert, das Nachbarschaftsfest der Böttcherstraßen-Anrainer – im vergangenen Jahr im September, in diesem Jahr Anfang August. Während die Vorbereitungen schon beginnen, war gestern das Fest des Vorjahrs noch einmal ein großes Thema. Denn ebenfalls alle Jahre wieder wird beim Nachbarschaftsfest auf dem Hof des Atlantic Grand Hotels Geld für einen guten Zweck gesammelt. Der Erlös aus dem Verkauf von Speis und Trank kommt traditionellerweise Kindern und Jugendlichen zugute.

Gestern war die alljährliche Spendenübergabe – dieses Mal in der Polit-Kneipe „StäV“ in der Böttcherstraße. Insgesamt gehen 10 871,44 Euro an acht Bremer Initiativen.

Handelskammer-Syndicus Günther Lübbe sagte: „Wir freuen uns sehr, dass es in Bremen so viele tolle Projekte gibt, die sich für Kinder und Jugendliche einsetzen. Mit unserer Spende wollen wir einen kleinen Beitrag dazu leisten, dass diese ihre gute Arbeit fortsetzen können.“ Jedes Projekt erhält 1 358,93 Euro.

Unter den Projekten sind die „Nachtwanderer Huchting“, ein Zusammenschluss von Erwachsenen, die jugendlichen Nachtschwärmern an den Wochenenden als Ansprechpartner im Stadtteil zur Seite stehen. Die Beratungsstelle „Schattenriss“ ist dabei, die gegen den sexuellen Missbrauch von Mädchen kämpft. Und das „Bremer Jungen-Büro“. Es bietet Jungen sowie deren Angehörigen – und pädagogischen Fachkräften – Beratung.

Die Stiftung „Regenbogenfisch“ bekam ebenfalls 1 358,93 Euro. Sie fördert die Entwicklung von blinden und sehbehinderten und anderen sensorisch förderungsbedürftigen Kindern. Der Elternverein leukämie- und tumorkranker Kinder unterstützt krebskranke Kinder, die in der Prof.-Hess-Kinderklinik behandelt werden, sowie deren Familien.

Der Schulförderverein der Gesamtschule Mitte braucht die Spende des Nachbarschaftsfests für die Anschaffung neuer „Mac“-Rechner. „Refugio“ nutzt das Geld für die Beratung, Unterstützung und psychotherapeutische Behandlung von Flüchtlingskindern. Das „Trauerland“ (früher: „Zentrum für trauernde Kinder und Jugendliche“) benötigt die Mittel für die pädagogische und psychologische Betreuung von trauernden Kindern und Jugendlichen.

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