Maler Helmut Helmes im Fokus

Norddeutsche Landschaften in der Galerie Unger

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Galeristin Corona Unger vor einem Gemälde von Helmut Helmes. Die Arbeiten sind bis zum 30. Juli zu sehen. 

Bremen - Von Thomas Kuzaj. Norddeutsche Felder und Wiesen erleben jetzt eine Blütezeit in Schwachhausen – in der Galerie von Corona Unger an der Georg-Gröning-Straße.

Dort nämlich wird am Freitag, 9. Juni, eine Ausstellung mit Landschaftsbildern des Malers Helmut Helmes eröffnet. Titel: „Feldstücke“. Die Vernissage beginnt um 19 Uhr. „Der Künstler, der in Bremen studierte, wird die Präsentation seiner Gemälde mit uns eröffnen“, sagt die Galeristin.

„Helmut Helmes’ Landschaftsbilder führen in die Ebenen der norddeutschen Felder und Wiesen, die er in voller Blüte präsentiert oder bereits abgeerntet mit aufgewühlten, in die Tiefe strebenden Strukturen“, so Unger weiter. „Diesen Eindruck verstärkt die Maltechnik des Künstlers, der Ölfarbe in kraftvollen Schwüngen aufträgt und zu pastoser Vielschichtigkeit verdichtet.“

Und: „Im Gegensatz zu Landschaftspanoramen mit weitem Horizont rückt Helmut Helmes in Darstellungen von Feldrainen und Wiesenstücken nah an seine Motive heran, die sich wiederum in stürmischen Pinselzügen aufzulösen scheinen.“ Zu der Ausstellung, die bis zum 30. Juli dauert, erscheint ein Katalog.

Kaffee, Rundgänge und Thomas Mann

Am Sonntag, 11. Juni, öffnet Ungers Galerie im Rahmen des „Schwachhauser Kulturspaziergangs“ in der Zeit von 11 bis 17 Uhr. Um 11 und 13 Uhr stehen dann Kurzführungen zu ausgewählten Werken der Helmes-Ausstellung auf dem Programm. Um 16 Uhr heißt es: „Kaffeebüfett und offene Gesprächsrunde“. Der Eintritt ist frei.

Bereits um 15 Uhr rezitiert der Bremer Autor und Schauspieler Wolfgang Klose in der Galerie unter dem Titel „Die Wonnen der Gewöhnlichkeit“ aus der Novelle „Tonio Kröger“ (1903) von Thomas Mann.

Mit dem Tanzstück „Pili Pili“ wurde der holländische Keyboarder und Jazz-Pianist Jasper van’t Hof in den 80ern einem ziemlich großen Publikum bekannt.

Jasper van´t Hof im Sendesaal

Ende Juni feiert der Musiker seinen 70. Geburtstag. Und mit Blick auf eben diesen Geburtstag gibt er gemeinsam mit dem belgischen Gitarristen Philip Cathérine ein Konzert in Bremen – im schönen Sendesaal an der Bürgermeister-Spitta-Allee. Es ist das einzige Deutschland-Konzert des Duos, sagt eine Sprecherin des Sendesaals. Der Auftritt beginnt am Donnerstag, 15. Juni, um 20 Uhr. Eintritt: 30 Euro, ermäßigt 20 Euro.

Seit den 70er Jahren schon treten Jasper van´t Hof und Philip Cathérine regelmäßig gemeinsam auf. „Kennzeichnend für die Themen und Improvisationen von van’t Hof ist bis heute seine Vorliebe für komplexe, gebrochene Metren“, heißt es in einer Vorschau. Der Gitarrist Cathérine bringe unterdessen „die Intensität Django Reinhardts auf den heutigen Stand“.

Einen Tag später, am Freitag, 16. Juni, kommt dann der Pianist David Helbock in den Sendesaal – zu einem Auftritt in der Reihe „Konzert im Dunkeln“. Da geht es einmal mehr um die reine Konzentration auf die Musik. Beginn: 22 Uhr, Eintritt: 25 Euro, ermäßigt 15 Euro.

David Helbock, 1984 in Vorarlberg geboren, begann im Alter von sechs Jahren damit, Klavier zu spielen. „In meiner Jugend habe ich die Bücher von Joachim Ernst Berendt verschlungen“, sagt der Musiker. „Bücher wie ,Das dritte Ohr‘ oder ,Ich höre, also bin ich‘. Da war oft die Rede davon, die Augen zu schließen und die Welt eine Zeit lang nur über die Ohren wahrzunehmen.“

Kurzum: „Also freue ich mich ganz besonders, meine Musik in Bremen im Dunkeln zu präsentieren und diese besondere Erfahrung mit dem Publikum zu teilen.“

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