Erntedank-Renntag / Ende der Bahn rückt näher

Noch laufen die Galopper

Auch für Sonntag erwartet der Galoppverein viele Besucher auf dem traditionsreichen Turfgelände in der Vahr. - Foto: Marc Rühl

Bremen - Von Jörg Esser. Der Rasen ist schön grün. Und sie laufen auch noch – die Galopprennpferde in der Bremer Vahr. Doch die Tage der traditionsreichen Bahn mit 160-jähriger Turf-Geschichte sind gezählt. Das Ende naht.

Im November soll die Baudeputation einen Planaufstellungsbeschluss befassen, mit dem die Weichen für eine Bebauung des Geländes gestellt werden. „Damit dokumentiert die Stadtgemeinde, dass sie das Gelände für den Wohnungsbau nutzen will“, sagt Holger Bruns, Sprecher des Wirtschaftsressorts. Und dann soll dem Rennverein die Kündigung für Ende 2017 ins Haus flattern. 

Zwar hat der Rennverein einen Pachtvertrag bis zum Jahr 2020, aber Bremen besitzt ein Sonderkündigungsrecht. Und will eben davon Gebrauch machen. Bleibt auf dem Areal noch die „Golf Range“, die im Oval der Rennbahn liegt und einen Pachtvertrag bis 2035 besitzt. „Da ist kein Druck“, sagt Bruns. Verhandlungen mit den Golfern sollen abhängig von der Konkretisierung der Erschließung aufgenommen werden. Wirtschaftssenator Martin Günthner (SPD) will auf dem 30  Hektar großen Areal an der Ludwig-Roselius-Allee rund 1 000 neue Wohnungen bauen lassen.

Zurück aufs Turfgelände: Am Sonntag, 23. Oktober, steht der Erntedank-Renntag auf dem Programm. Acht Rennen sind am fünften Saisonrenntag geplant, darunter ein laut Rennverein „erstklassig besetztes Jagdrennen“. Die Startmaschine öffnet sich das erste Mal um 13.30 Uhr.

Für besagtes Hindernisrennen um den „Idee-Kaffee-Trophy“ sind zwölf Pferde gemeldet. Frank Lenk, Pressesprecher des Rennvereins, spricht von „einer starken Besetzung“. Die hat er auch in den Rennen „Zech Umwelt Handicap“ und „Quinzieme Monarque@Gestüt Lünzen“. Als vermeintliche Favoriten gelten „Mountain Man“ und „Adel verpflichtet“ sowie „Flying Prince“ und „Fazenda’s Girl“ an. Gute Quoten seien jeweils zu erwarten. Für die Abschlussprüfung des Renntages, den „Zech-Immobilien-Preis“ (Start: 17 Uhr) gibt es laut Lenk hingegen einen hohen Favoriten: „Dorado“ aus dem Stall von Werner Haustein.

Ob mit dem Erntedank-Renntag die Galoppsaison endet, steht noch nicht fest. „Wir sprechen mit möglichen Sponsoren und wollen einen für den 27. November geplanten Renntag veranstalten“, sagt Rennvereinspräsidentin Tonya Rogge. Und 2017? Bislang sind zwei Renntage fest eingetütet – für Karfreitag, 14. April, und für Sonntag, 18. Juni.

Lenk weiter: „Wir sind noch in den Planungen und sind zuversichtlich, dass wir sechs Renntage auf die Beine stellen.“ Die Situation sei derzeit durchaus schwierig. „Mal gucken, was sich so tut.“

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