Bremen

Frühling belebt den Arbeitsmarkt

Bremen - Am Arbeitsmarkt im Bundesland Bremen ist eine leichte Frühjahrsbelebung zu spüren. Die Zahl der Arbeitslosen ging im März um 0,2 Prozentpunkte auf 37 454 zurück, wie die Agentur für Arbeit am Donnerstag mitteilte. Die Quote lag damit bei 10,9 Prozent (Februar: 11,1 Prozent).

Allerdings konnten nicht alle Arbeitslosen von der saisonalen Entwicklung profitieren. „Unter Menschen mit ausländischer Staatsangehörigkeit ist die Arbeitslosigkeit gegen den Trend sogar um 15 Prozent gestiegen“, sagte Klaus Oks, Geschäftsführer der Regionaldirektion Niedersachsen-Bremen der Bundesagentur für Arbeit. 

Auch auf Niedersachsens Arbeitsmarkt macht sich der Frühlingsbeginn bemerkbar. Die Zahl der Menschen ohne Job sank im März gegenüber dem Vormonat um 2,6 Prozent auf 260 610 Arbeitslose. Das entspricht einer Arbeitslosenquote von 6,2 Prozent. Im Februar hatte sie noch 6,4 Prozent betragen. „Die Arbeitslosigkeit ist niedrig, die Beschäftigung wächst und die Personalnachfrage bewegt sich auf hohem Niveau“, erklärte Agentur-Manager Klaus Oks. Die Belebung fiel durch die kühle Witterung und den Flüchtlingszuzug aber geringer als erwartet aus.

Im Frühjahr ist ein Rückgang der Arbeitslosigkeit üblich, weil viele witterungsabhängige Branchen nach dem Winter wieder Mitarbeiter einstellen. Die Belebung fiel wegen der kühlen Witterung und des Flüchtlingszuzugs allerdings etwas geringer als erwartet aus.

Insgesamt waren im März 51 320 Ausländer im Land arbeitslos gemeldet - 14 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Nach Angaben der Agentur drängen nun allmählich die ersten Flüchtlinge mit abgeschlossenem Asylverfahren auf dem Arbeitsmarkt. Oks kündigte an: „Diese Gruppe wird in den kommenden Monaten spürbar wachsen.“ Die Zeit für deren Integration in den Arbeitsmarkt sei so günstig wie nie, da der Arbeitsmarkt aufnahmefähig sei. „Die Herausforderung besteht aber darin, die zugezogenen Menschen für den hiesigen Arbeitsmarkt fit zu machen“, betonte Oks. Nötig seien vor allem sprach- und berufsbezogene Qualifizierungen.

Insgesamt hatte die Agentur im März 62 264 offene Stellen - 18,2 Prozent mehr als im Vorjahr. Gesucht werden Mitarbeiter vor allem in der öffentlichen Verwaltung, der Zeitarbeit und dem Gesundheitswesen. Die Zahl der neu gemeldeten Stellen sank zwar im Vergleich zum Vormonat um 7,9 Prozent auf 19 170, liegt aber weiterhin über Vorjahresniveau. Stärker als im Durchschnitt gesunken ist die Arbeitslosigkeit bei den unter 25-Jährigen: Im März waren 25 622 junge Menschen arbeitslos gemeldet - 3,2 Prozent weniger als im Februar.

Am höchsten ist die Arbeitslosenquote in den Agenturbezirken Hannover (7,7 Prozent), Emden-Leer (7,4) sowie Hameln und Braunschweig-Goslar (je 7,2) und Oldenburg-Wilhelmshaven (7,1). Am niedrigsten ist die Quote in Nordhorn (3,4), Vechta (4,7) und und Nienburg-Verden (5,0). Auch am Arbeitsmarkt in Bundesland Bremen ist eine leichte Frühjahrsbelebung zu spüren. Die Zahl der Arbeitslosen sank im März um 0,2 Prozenpunkte auf 37 454 - die Quote lag bei 10,9 (Februar: 11,1) Prozent.

dpa

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