Varietétheater zeigt ab 9. Juli „Circus“

Bremen: Neustart mit „großem Knall“ im GOP

Kseniya Shytova balanciert.
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Equilibristik in „Circus“: Kseniya Shytova balanciert auf diversen Gegenständen und hält ihr Gleichgewicht.

Das Bremer GOP-Varietétheater in der Überseestadt plant den Neustart. Ab 9. Juli wird „Circus“ gezeigt. Die Show vereinigt Höchstleistungen, Magie und Clownerie.

Bremen – „Wir sind wieder da“, sagt Philipp Peiniger, Direktor des Bremer GOP-Varietétheaters. „Und es fühlt sich ein Stück weit an wie die Vorbereitung auf eine Neueröffnung.“ Der Neustart in der Überseestadt (Am Weser-Terminal 4) ist für Freitag, 9.  Juli, geplant – mit der Weltpremiere der Show „Circus“. „Wir melden uns mit einem großen Knall zurück“, verspricht die stellvertretende Theaterdirektorin Christine Sollmann.

Wie viele Gäste dann dabei sein werden, steht noch nicht fest. „Noch wissen wir nichts“, sagt Peiniger. Nur so viel: Derzeit sind in Theatern 100 Zuschauer zugelassen. Das entspricht im GOP-Theatersaal einem Viertel der Kapazität. Doch die Bremer Landesregierung arbeitet an einer neuen Corona-Verordnung. Die soll am Dienstag beschlossen werden. Der GOP-Direktor wünscht sich „eine verlässliche Perspektive, einen verlässlichen Stufenplan“ für Theater und Konzerthäuser.

Seit acht Monaten, seit Anfang November ist das 2013 eröffnete GOP-Theater wegen der Pandemie und des Corona-Lockdowns geschlossen. „Mehr als 300  Shows sind ausgefallen“, sagt Peiniger. Und weiter: „Der Betrieb wurde auf ein absolutes Minimum heruntergefahren, fast alle Mitarbeiter wurden in Kurzarbeit geschickt.“

Mehr als 300 Shows sind ausgefallen

Zu Weihnachten habe man dann mit dem Verkauf von Menüboxen und Showboxen gestartet, „um den Stammgästen das GOP-Gefühl nach Hause zu liefern“. Zudem habe man so viele Mitarbeiter zumindest zeitweise wieder ins Haus geholt und diese letztlich auch gehalten. „Wir starten mit bewährten Kräften in die neue Zeit, die neue Spielsaison“, sagt Peiniger.

Die neue Zeit beginnt. Soft. Vorsichtig. Stück für Stück. „Der Erlass kam sehr plötzlich“, sagt Sollmann. „Wir dürfen schon wieder spielen.“ Dürfen ja. Aber noch fehlen die Künstler. Einige sind in Deutschland unterwegs, andere reisen aus dem Ausland ein. Quarantäneregeln und so weiter. Bei „Circus“ arbeitet das GOP mit Regisseuren und Akteuren des Circus-Theaters „Bingo“ aus der ukrainischen Hauptstadt Kiew zusammen. So hat das GOP zunächst die Theater-Terrasse an der Weserseite an den Wochenenden geöffnet. Im Theater selbst werden wieder Karten verkauft. Und auch der Ticketshop in der City (Pelzerstraße 4-5) verkauft ab Montag wieder Karten für die Shows.

Für „Circus“ beispielsweise. Die Premiere soll im dritten Anlauf klappen. Der erste Versuch war für September 2020 im GOP-Theater in Bad Oeynhausen geplant. Doch Corona machte einen Strich durch Rechnung. Die Show wurde vor dem Start abgesagt und die Premiere in München angesetzt. Dort schaffte es „Circus“ bis zur Generalprobe. Auch ein Trailer ist eingespielt. Jetzt setzen die GOP-Verantwortlichen auf Bremen.

Das Duo „Pole & Comedy“ in „Circus“: Tatiana und Alexey Bitkine.

Sechs Vorstellungen pro Woche

„Circus“ will körperliche Höchstleistungen, Magie und Clownerie vereinigen. Die Show serviere zudem eine neue erzählende Ebene und „schenkt dem Publikum höchstes Artistik-Niveau, frische Dramaturgie und innovative künstlerische Elemente“, sagt Sollmann. Im GOP Bremen steht die 90-minütige Show vom 9.  Juli bis 12.  September auf dem Spielplan. Geplant sind sechs Vorstellungen pro Woche – je eine am Donnerstag und Freitag und je zwei am Sonnabend und Sonntag.

Bis zum Jahresende sind außerdem eingebucht: die Afrika-Show „Le Club reloaded“ (16. September bis 7. November) und die poetische Geschichte „Der kleine Prinz auf Station 7“ (11. November bis 2. Januar 2022), die vor dem November-Lockdown in Bremen an vier Tagen sieben Mal gezeigt wurde.

Karten, Preise und Infos: www.variete.de/bremen

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