Deal ist perfekt: „Powertrans“ steigt in Hastedt ein und erhält 136 von 220 Arbeitsplätzen

Neustart für die Lloyd Dynamowerke

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Die Lloyd Dynamowerke bleiben in Hastedt. Der neue Inhaber, die Luxemburger „Powertrans“, streicht Jobs. 136 von 220 Arbeitsplätzen bleiben beim Großmotorenhersteller erhalten.

Bremen - Und weiter geht’s für die Lloyd Dynamowerke am Hastedter Osterdeich – mit einem erneuten Neustart. Der in Luxemburg ansässige Investor „Powertrans“ übernimmt das 1915 gegründete Bremer Traditionsunternehmen. Der Deal ist jetzt offiziell beurkundet worden.

Er kostet Jobs, rettet aber die Produktionsstätte. Von den aktuell 220 Arbeitsplätzen beim Großmotorenhersteller bleiben 136 erhalten, inklusive aller 20 Azubi-Stellen.

Insolvenzverwalter hofft eine langfristige Lösung gefunden zu haben

Die Lloyd Dynamowerke hatten zuletzt am 16. Januar dieses Jahres wegen Überschuldung den Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens gestellt. Anfang März präsentierte der Bremer Insolvenzverwalter Ralph Bünning die Lösung mit „Powertrans“, die jetzt in trockenen Tüchern ist. Shareholder von „Powertrans“ ist Sepp Lachenmaier, der seit mehr als 25 Jahren als Unternehmensberater und Sanierer für Fonds und Investoren tätig ist. Bünning: „Wir sind sehr froh, mit diesem Investor viele Arbeitsplätze erhalten zu können und eine hoffentlich langfristige Lösung für das traditionsreiche Bremer Unternehmen gefunden zu haben.“

Der Geschäftsführer der IG Metall Bremen, Volker Stahmann, sagt: „Die Nachfolgegesellschaft sichert trotz des schmerzhaften Personalschnitts sehr viele hochqualifizierte Arbeitsplätze und den Fortbestand dieses Industriestandortes in Bremen.“ Für nicht übernommene Mitarbeiter ist eine Transfergesellschaft eingerichtet worden, die den Rahmen für Fortbildung und Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt bietet.

Seit zwei Jahrzehnten häufig wechselnde Investoren

Die Lloyd Dynamowerke gehören zu den ältesten Unternehmen Bremens. Der Jahresumsatz betrug im vergangenen Geschäftsjahr rund 26  Millionen Euro. 80 Prozent des Umsatzes stammen aus dem Projektgeschäft mit neuen Motoren und Generatoren, 20 Prozent aus Serviceleistungen.

LDW hat eine wechselvolle Geschichte hinter sich. 1934  stieg die AEG ein und blieb bis 1996 Mehrheitsgesellschafter und Eigentümer. Dann wurden die Lloyd Dynamowerke in die Elexis Elektroholding ausgegliedert, bevor sie 1999 wieder eigenständig wurden.

2006 stieg der Berliner Finanzinvestor CMP ein, im August 2008 dann der indische Konzern Kirloskar. Im September 2014 rutschte LDW schon einmal in die Insolvenz. Dann übernahm zum Januar 2015 die südkoreanische Hyosung-Gruppe die Lloyd Dynamowerke.

je

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