Wechsel auf die andere Weserseite

Temporäre Hafenbar „Golden City“: Neustart am Lankenauer Höft

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Begeistert von der neuen Behausung des „Golden City“ am Lankenauer Höft legen Nomena Struß (alias Ramon Locker, l.) und Frauke Wilhelm (alias Ramona Ariola) einen Tanz im Sonnenschein aufs Parkett.

Bremen - Von Martin Kowalewski. In dieser Saison wechselt die temporäre Hafenbar „Golden City“ das Ufer und zieht vom Europahafen ans Lankenauer Höft. Zur offiziellen Eröffnung am Sonnabend, 28. April, ab 18 Uhr geht „Ramon Locker“ (Nomena Struß, 49) erst mal einen heben.

Dafür braucht Ramon allerdings die Hilfe der Deutschen Lebensrettungs-Gesellschaft (DLRG), einen Atemautomaten und einen Neoprenanzug. Ramon will einen Schatz heben. Nach Erzählungen, die in Lankenau kursieren, soll dieser in der Küche der alten Gastronomie „Mutter Wähmann“ liegen. Wo die einst war, ist heute aber Wasser mit gefährlicher Strömung. Neben den Tauchkünsten warten Geschichten von vor Ort, Songs und eine Schiffsparade auf die Besucher.

„Mutter Wähmann“ war „die“ Gastronomie in Lankenau bis zur Weservertiefung gegen 1960, sagt Frauke Wilhelm (53), im „Golden City“ auch bekannt durch ihre Rolle als „Ramona Ariola“. Neben ihrer Gastronomie sei ein Strand und ein Camping-Platz gewesen.

Wilhelm hat aufwendig geforscht. Sie entdeckte alte Fotos vom munteren Leben am Strand aus den Zwanzigern, Menschen im Badeanzug und Holzkabinen. „Das Ufer war flach, bis in den 60ern die Weservertiefung kam“, sagt Wilhelm. „Die Recherche im Stadtteil hat gezeigt, dass jeder, der 1960 schon geboren war, eine Geschichte vom Strand erzählen kann.“

Investition von rund 10.000 Euro

Seit Anfang März sind 15 Personen damit beschäftigt, die Räumlichkeiten der 2016 geschlossenen Gastronomie „Lankenauer Höft“ wiederherzurichten. Das kostet gut 10.000 Euro. „Die Bude war runtergerockt. Die Stromkabel waren aus den Wänden gerissen“, sagt Wilhelm. „Die Sanitäranlagen lagen brach. Alle Tapeten und die Theke sind neu.“

An einer Wand sind ehemalige Türen als Verkleidung angebracht. Eine sparsame Lösung. Mit der neuen Behausung musste auch eine neue „Golden-City“-Hymne her. Sie heißt: „In Lankenau, da werd‘ ich gerne blau“. Struß und Wilhelm beherrschen den Song schon aus dem Effeff. Struß ist hellauf begeistert von dem Ort. „Hier hat man das Gefühl, man komme in eine andere Welt, die aber auch Bremen ist. Der Boden ist vollgesogen mit Geschichte“, sagt Struß.

Abgelegene Lage kein großes Problem

Die abgelegene Lage der neuen Stätte findet Wilhelm aber nicht allzu problematisch. An den Öffnungstagen fährt die Buslinie 24 der Bremer Straßenbahn AG (BSAG) die Haltestelle „Lankenauer Höft“ an. Eine weitere Anbindung ermöglicht „Hal Över“ mit der Fähre „Pusdorp“ ab „Landmark-Tower“ und „Waterfront“. Wilhelm: „So kommt man immerhin zu uns hin und bis halb elf auch weg, ohne weit laufen zu müssen.“

Auch per Auto und mit dem Rad ist der Ort gut erreichbar. „Wir hatten im ,Golden City‘ am Europahafen immer viele Besucher aus dem Umland. Teilweise waren es mehr als die Hälfte“, so Wilhelm. Denen dürfte es egal sein, ob sie dorthin oder zum Lankenauer Höft fahren. Für die Waller und Gröpelinger sei die Fähre ein attraktives Verkehrsmittel.

Start am 22. April

Das „Golden City“ öffnet vom 22. April bis zum 3. Oktober freitags ab 17 Uhr, sonnabends ab 10 Uhr und sonntags von 10 bis 17 Uhr. Am 22. April findet ab 11 Uhr die Mitmachaktion „Gartentag“ statt. Am 27. April öffnet ab 18 Uhr eine „Pre-Opening-Lounge“.

www.goldencity-bremen.de

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