„Neuro“ richtet sich an Betroffene und medizinisches Fachpersonal

Einzigartiger Kongress

Susan Haus, Projektreferentin der Messe Bremen, und Kurt Bange, Multiple-Sklerose-Patient und langjähriger Organisator des „Neurologie-Tags“ in Bremerhaven, richten am Sonnabend, 27. September, gemeinsam den Kongress „Neuro 2014“ aus, der sich an Betroffene und medizinisches Fachpersonal wendet.
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Susan Haus, Projektreferentin der Messe Bremen, und Kurt Bange, Multiple-Sklerose-Patient und langjähriger Organisator des „Neurologie-Tags“ in Bremerhaven, richten am Sonnabend, 27. September, gemeinsam den Kongress „Neuro 2014“ aus, der sich an Betroffene und medizinisches Fachpersonal wendet.

Bremerhaven - Von Nina Seegers. Multiple Sklerose (MS) und Morbus Parkinson zählen zu den häufigsten neurologischen Erkrankungen in Deutschland. Auch Kurt Bange diagnostizierten die Ärzte vor 25 Jahren MS. Der heute 63-Jährige hat gelernt, damit zu leben, auch wenn es anfangs nicht leicht war.

Um die Krankheit besser verstehen zu können und um anderen Betroffenen sowie medizinischem Fachpersonal ein Forum zu bieten, rief Bange vor einigen Jahren den „Neurologie-Tag“ ins Leben. Der Neurologie-Tag heißt von nun an einfach nur noch „Neuro“. Die Veranstaltung ist mit den Jahren so sehr gewachsen, dass mittlerweile rund 500 Teilnehmer mitmachen – darunter rund 100 Ärtze, Therapeuten und Pflegekräfte aus ganz Deutschland. Allein konnte Bange den organisatorischen Aufwand nicht mehr bewältigen, so dass er nun Unterstützung von der Messe Bremen erhält.

„Diese Krankheiten wird man Zeit seines Lebens nicht mehr los, daher müssen die Patienten lernen, wie sie damit umgehen können“, erklärt Susan Haus von der Messe Bremen. Der Informationsbedarf ist enorm, denn die „Krankheit der 1000 Gesichter“, wie MS auch genannt wird, kann viele unterschiedliche Symptome aufweisen – plötzliche Sehschwäche, Taubheitsgefühle oder Kribbeln in Beinen und Armen sind nur einige. „Viele Symptome sind auch nur für den Patienten spürbar, aber nicht für den Außenstehenden sichtbar“, ergänzt Bange.

Neben MS und Morbus Parkinson beschäftigt sich der Kongress auch mit dem Restless-Leg-Syndrom (RLS), denn viele Menschen leiden unter unruhigen Beinen. Im Großen und Ganzen geht es auf der Tagung darum, wie man Symptome erkennt, wie die Diagnosen zu Stande kommen und welche Therapiemöglichkeiten es gibt. Referenten sprechen unter anderem über „Stammzellen für neurologische Erkrankungen: Risiken und Möglichkeiten“, „Palliativmedizin bei Multipler Sklerose und Morbus Parkinson“ sowie „Entspannende Musiktherapie“. Einzigartig sei der Ansatz dieser Veranstaltung, betont Susan Haus. „Denn sie richtet sich sowohl an Betroffene als auch an medizinisches Fachpersonal.“ So müssen alle Fachreferenten ihren Vortrag zweimal halten: einmal für Kollegen und einmal in vereinfachter Form für Betroffene. Übrigens erhalten Ärtze und Pflegepersonal bei Teilnahme sechs Fortbildungspunkte.

Die „Neuro 2014“ findet am Sonnabend, 27. September, von 9.30 bis 18 Uhr im

Conference Center des Atlantic Hotel „Sail City“ in Bremerhaven statt. Der Eintritt kostet für Betroffene zehn Euro, für Pflegepersonal 15 Euro und für Ärzte 20 Euro.

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