Musiker, Konsuln und die freie Rede

Neujahrsempfang des Senats mit Politologe Alfred Grosser

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Die Künstlerin Marietta Armena – mit ihrem Markenzeichen, dem Granatapfel – vor ihrem Papstbild im „Franziskussaal“ der Bremer Katholiken.

Bremen - Von Thomas Kuzaj. Der deutsch-französische Politologe, Publizist und Soziologe Prof. Dr. Alfred Grosser, 1925 in Frankfurt am Main geboren, wird am Mittwoch, 17. Januar, in Bremen erwartet – als Ehrengast beim Neujahrsempfang des Senats.

Mehrere hundert Gäste aus Politik, Kultur, Wirtschaft und so weiter werden dazu im Rathaus erwartet. Es ist nach dem Neujahrsempfang der Bürgerschaft (wir berichteten) die zweite große Zusammenkunft dieser Art zu Jahresbeginn in Bremen.

Nach der Neujahrsrede von Bürgermeister Carsten Sieling (SPD) wird Ehrengast Grosser die Festrede halten – und dabei nicht vom Blatt ablesen, wie es vorab hieß. Grosser spricht frei. Für den musikalischen Rathaus-Start ins neue Jahr sorgen die Bremer Philharmoniker unter der Leitung ihres neuen Generalmusikdirektors Marko Letonja.

Empfang für das Konsularische Korps

Vor dem Neujahrsempfang des Senats liegt traditionell ein weiterer Termin. So auch in diesem Jahr – vom Empfang für das Konsularische Korps ist die Rede. Bürgermeister Sieling begrüßt die Vertreter der Konsularkorps aus Bremen und Hamburg mit ihren Doyens Volker Kröning (SPD, Honorarkonsul für das Königreich Marokko in Bremen) und Oksana Tarasyuk (Generalkonsulin der Ukraine in Hamburg) im Kaminsaal des Rathauses. 

Auch die für Bremen zuständigen Konsuln aus Hannover, Düsseldorf und Frankfurt sind dabei. Anschließend gehen alle gemeinsam vom Kaminsaal in die Obere Halle – zum Neujahrsempfang des Senats.

„Wege in die Kunst“ mit Rainer Beßling

Mit der Ausstellung „Ich will erinnern, was mir gefällt“, die Teile der Sammlung des Bremer Kunstliebhabers Volker Schmidt vereint, hat die „Galerie im Park“ am Klinikum Bremen-Ost (Züricher Straße) jüngst die neue Reihe „Wege in die Kunst“ eingeführt. Und nun werden die „Wege in die Kunst“ gleich schon zum zweiten Mal beschritten – mit Dr. Rainer Beßling, der lange Kulturchef unserer Zeitung gewesen ist. Termin: Sonntag, 14. Januar, 15 Uhr. Titel und Thema: „Andere Welten – Bildsprachen von Bernard Schultze und Ursula Schultze-Bluhm“. 

Bei den „Wegen in die Kunst“ geht es „um Kunstvermittlung für Jede und Jeden, jenseits von Fachjargon und Profiwissen – kurzweilig und stressfrei vermittelt“, so eine Sprecherin. Und weiter: „Beßling stellt direkt in der Ausstellung einzelne Arbeiten vor und spricht dabei auch über den Sammler Volker Schmidt.“

Die dritten „Wege in die Kunst“ folgen am Sonntag, 25. Februar, um 15 Uhr. Dann geht es um Arnulf Rainer, der als einer der einflussreichsten zeitgenössischen Künstler gilt.

Der Eintritt kostet fünf Euro, ermäßigt 2,50 Euro.

„Friedensboten“ von Marietta Armena

„Meine Audienz bei Papst Franziskus im vergangenen Sommer war für mich ein ganz besonderes Erlebnis“, sagt die armenische Künstlerin Marietta Armena. „Er verkörpert für mich, obwohl ich nicht katholisch bin, Güte, Frieden, Menschlichkeit und Zusammengehörigkeit. Er hat ein Herz für alle Menschen, die leiden, unabhängig von ihrer Religionszugehörigkeit. Er ist für mich ein echter Friedensbote.“

„Friedensboten“ – so heißt denn auch die Ausstellung der Künstlerin, die gegenwärtig (und noch knapp zwei Wochen) im „Franziskussaal“ der Propsteikirche St. Johann und im „Atrium Kirche“ an der Hohen Straße 7 im Schnoor zu sehen ist. Die Finissage – in Anwesenheit der Künstlerin – beginnt dort am Donnerstag, 25. Januar, um 19.30 Uhr. Der Eintritt ist frei.

„Marietta Armena möchte mit ihrer Kunst den Diskurs über die Frage anregen, wie Menschen friedlich zusammenleben können, die aus Opfer- und aus Tätergesellschaften stammen“, so Katholiken-Sprecherin Dr. Martina Höhns.

„Nur wenn wir uns der Wahrheit öffnen, werden wir Versöhnung zulassen können“, sagt die Künstlerin, die den Granatapfel zu ihrem persönlichen Symbol und Erkennungszeichen erhoben hat. „Der Granatapfel ist eine geheimnisvolle und köstliche Frucht und ein Symbol für meine Heimat Armenien. Zugleich steht er aber auch für das Paradies“, sagt sie.

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