Neues Quartier für die Direktion „Verkehr“ auf Bundeswehrareal in Huckelriede

Polizei zieht in die Kaserne

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Die Feldjäger sind ausgezogen, die Verkehrsbereitschaft hat übernommen: Oberst Claus Körbi (2.v.r.) überreicht den Schlüssel zum Kasernengebäude an Innensenator Mäurer (v.l.), Polizeidirektor Jens Rezewski und Polizeichef Lutz Müller.

Bremen - Von Viviane Reineking. Zehn- bis fünfzehnmal am Tag, so schätzt Polizeihauptkommissar Volker Riech, müssten die Kollegen der Autobahnpolizei zu einem Einsatz ausrücken. Bislang haben die Beamten dies von der Wache an der Daniel-von-Büren-Straße im Stephanitor aus getan, jetzt ist die Verkehrsbereitschaft auf das Gelände der Scharnhorst-Kaserne in Huckelriede gezogen.

61 Mitarbeiter versehen seit zwei Wochen ihren Dienst am neuen Standort. Gestern hat der Kommandeur des Landeskommandos Bremen, Oberst Claus Körbi, „nach gefühlten fünf Jahren Planungszeit“ einen großen, silbernen Schlüssel symbolisch an Innensenator Ulrich Mäurer (SPD), Polizeipräsident Lutz Müller und den neuen Leiter der Direktion „Verkehr“, Jens Rezewski, überreicht. Die Bundeswehr vermietet insgesamt etwa 1000 Quadratmeter an die neu gegründete Direktion Verkehr der Polizei, die von der früheren Direktion Wasserschutz- und Verkehrspolizei abgetrennt wurde. Rezewski war zuvor zehn Jahre lang deren stellvertretender Direktor und wurde erst gestern Morgen für das neu geschaffene Amt ausgewählt.

„Ich wünsche Ihnen immer zehn PS mehr als die flüchtigen Täter“, gab der oberste Vertreter aller Soldaten im Land Bremen den neuen Mietern mit auf den Weg. Die teilen sich das Gebäude mit der Nummer vier, das zuvor von den Feldjägern der Bundeswehr genutzt wurde, mit Soldaten, die aktuell in der Flüchtlingshilfe im Einsatz sind. Auf dem Kasernengelände am Niedersachsendamm sind neben drei Dienststellen der Bundeswehr auch Piloten der Luftwaffe sowie die Feuerwehrschule untergebracht. Später könnte laut Körbi auch die Geschäftsstelle des Technischen Hilfswerkes (THW) hinzukommen – „eine einmalige Situation“, die bundesweit als Vorbild zur Weiternutzung von Kasernen dienen könne.

Am alten Standort, vor allem im Präsidium in der Vahr, wo noch 36 Beamte der Verkehrsbereitschaft arbeiten, habe Raumnot geherrscht. Vorteile seien die neue Nähe zur Autobahn, zur Bereitschaftspolizei und die Sicherheitssituation vor Ort durch die Bundeswehr. „Und die Mietkonditionen sind auch top“, schmunzelt der oberste Dienstherr der Polizei.

Zukünftig, so hoffen Polizeidirektor Rezewski und Polizeichef Müller, sollen auf dem Bundeswehrgelände alle Bereiche Verkehr, also auch das Verkehrskommissariat sowie die spezialisierte Verkehrsüberwachung, unter einem Dach vereint werden.

Weil die Feldjägerdienststelle das Gebäude nur ein Vierteljahr genutzt hat und die Grundausstattung von Polizei und Bundwehr laut Körbi ähnlich sei, mussten vor dem Umzug nur die IT-Anbindung sowie eine Funkanlage für das polizeieigene Netz errichtet werden. Die Räumlichkeiten umfassen neben der Wache, in der unter anderem ein Bildschirm die aktuelle Verkehrslage auf Bremens Straßen anzeigt, auch einen Schulungsraum für Mitarbeiter der Bereitschaftspolizei und eine Befehlsstelle für Sonderlagen wie Bombenentschärfungen mit Evakuierung, Geiselnahmen und Risiko-Fußballspielen.

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