Neues Netzwerk will die Neustadt voranbringen / Quartiersplatz-Fest am 20. März

Wachsen mit „Vis-a-vis“

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Schule und Theater ganz dicht zusammen – ein Beispiel für das, was rund um den Leibnizplatz in der Neustadt wachsen soll: ein Netzwerk, das Kultur, Bildung und Wissenschaft, das Aktivisten, Kaufleute und Bürger miteinander verbindet.

Bremen - Von Thomas Kuzaj. Die Bremer Neustadt möchte über sich hinauswachsen. So euphorisch wurde gestern formuliert, was Künstler und Kaufleute, Wissenschaftler und Stadtplaner gemeinsam auf den Weg gebracht haben – das Neustadt-Netzwerk „Vis-a-vis“. Bei einem Fest zur Einweihung des Quartiersplatzes wird das Netzwerk vorgestellt.

Quartiersplatz? Nun, das ist der frühere Hof der Oberschule Leibnizplatz. Das Areal zwischen Schule und Shakespeare-Company steht voller neuer Spielgeräte, dient aber nicht mehr allein als Schulhof. Es wurde umgewidmet, für 530000 Euro umgestaltet und ist nun auch etwas besser zugänglich. „Es ist jetzt ein öffentlicher Platz“, sagt Rainer Imholze, Referent für Zentrenentwicklung im Bauressort.

Der Platz ist auch so eine Art Symbol für das engere Miteinander, das die Neustadt zu neuer Blüte führen soll – mit Wirkung weit über die Grenzen des Stadtteils (und die Weser) hinaus. Im Netzwerk „Vis-a-vis“ ist das Gemeinschaftsgartenprojekt „Ab geht die Lucie“ ebenso dabei wie die Hochschule, die in der Neustadt gut 8500 Studenten hat. Shakespeare-Company und Künstlerhaus, Städtische Galerie und Schnürschuh-Theater, Schwankhalle und Weserburg – viele haben sich zusammengefunden, um gemeinsame Projekte anzuschieben, gemeinsam Pläne auszuhecken.

Wie berichtet, kooperiert jetzt beispielsweise das „Café K“ im Rot-Kreuz-Krankenhaus mit der Städtischen Galerie. Eine erste Ausstellung als Frucht dieser Zusammenarbeit wird am 15. März eröffnet.

Aber es soll noch viel mehr kommen. „Dieses Netzwerk verkürzt die Wege“, so Renate Heitmann von der Shakespeare-Company. Es sei zudem ein „offenes Netzwerk“.

„Es herrscht Aufbruchstimmung in der Neustadt“, sagt Stadtteilmanagerin Astrid-Verena Dietze. „Das Netzwerk ist ein Meilenstein.“

Rainer Imholze: „Die Alte Neustadt steckt voller Leben. Stadtentwicklung ist mehr als nur Bau, Steine, Erden.“

„Wir wollen die Entwicklung vor unserer Tür aktiv mitgestalten als Impulsgeber für die Region – und für den Stadtteil“, sagt Professorin Karin Luckey, die Hochschul-Rektorin.

Erste weitere Aktivitäten für dieses Jahr stehen bereits fest – so zum Beispiel die „Summer Sounds“ (11.Juli) und das „Piepe-Leuchten“ (25. September).

Am Freitag, 20. März, wird ein „Vis-a-vis“-Fest gefeiert. Es beginnt auf der anderen Weserseite, am Roland auf dem Marktplatz, mit einem Fahrradkorso über die Wilhelm-Kaisen-Brücke zum Quartiersplatz. Dort beginnen die Einweihungsfeierlichkeiten um 17.45 Uhr mit Platzkonzert, Reden und Fahrradakrobatik. Um 20.30 Uhr beginnen Veranstaltungen in den verschiedenen Kultureinrichtungen. Zum Beispiel ein offenes Jonglier- und Akrobatiktraining für jedermann mit der Circusschule

„Jokes“ (am Leibnizplatz). 22.30 Uhr: Party im „Falstaff“ (Kneipe der Shakespeare-Company).

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