Neues Leben in alten Fabrikgebäuden

Strukturkonzept stellt Weichen für Berufsschulcampus in Blumenthal

Auf dem BWK-Areal in Blumenthal soll ein Berufsschulcampus entstehen. Viele der Bestandsgebäude werden ins Konzept integriert. Foto: WIRTSCHAFTSFÖRDERUNG BREMEN / JENS LEHMKÜHLER
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Auf dem BWK-Areal in Blumenthal soll ein Berufsschulcampus entstehen. Viele der Bestandsgebäude werden ins Konzept integriert.

Bremen – Die Weichen sind gestellt, das Strukturkonzept für den neuen Berufsschulcampus auf dem Areal der früheren Bremer Woll-Kämmerei (BWK) in Blumenthal steht.

Die Jury des „Städtebaulichen Werkstattverfahrens“ hat sich einstimmig für den Entwurf des Kölner Planungsbüros „De Zwarte Hond“ entschieden, der eine Verknüpfung von berufsbildendem Schulstandort, Handwerk und Gewerbe mit den angrenzenden Quartieren des Stadtteils im Bremer Norden vorsieht. So heißt es: „Der besondere Ort BWK-Gelände wird durch eine geschickte Verbindung von historischer Substanz und zukunftsorientierter Architektur, Nachdenken über historische Gebäude mit Erweiterungen durch Neubau gewürdigt.“ Historische Gebäude würden weitergedacht. Das Werkstattverfahren war von den drei Senatsressorts für Bildung, Wirtschaft und Stadtentwicklung sowie der Wirtschaftsförderung Bremen (WFB) ausgelobt worden.

Bildungssenatorin Claudia Bogedan (SPD) bezeichnete den Entwurf als „städtebauliche Planungsbasis für den Berufsschulcampus“. Bogedan weiter: „Mit dem Projekt wird versucht, Ausbildung mit Gewerbe und Handwerk zukünftsfähig zu verzahnen.“ Der Camps auf dem BWK-Gelände sei Bestandteil des rot-grün-roten Konzepts, die Berufsbildung in Bremen weiterzuentwickeln. Derzeit werde mit dem Berufsschulzentrum Blumenthal erörtert, welche Bereiche zuerst auf den Campus ziehen sollen. Unter anderem soll die alte Sortierhalle der BWK für die Berufsschule genutzt werden. Der erste Bauabschnitt soll zum Schuljahr 2022/23 fertiggestellt sein.

„Für Blumenthal ist das eine gute Entwicklung“, sagt Wirtschaftssenatorin Kristina Vogt (Linke). Wichtig sei es, Akteure wie die Handelskammer intensiv in den weiteren Prozess einzubinden. „Mit dem Berufsschulcampus bekommen die historischen Bestandsgebäude auf dem BWK-Gelände sinnvolle und überörtlich bedeutsame neue Nutzungen“, ergänzt Andreas Heyer, Vorsitzender der Geschäftsführung der WFB. „So eröffnen sich neue Entwicklungsperspektiven für das Gewerbegebiet und das Zentrum von Blumenthal.“ Auf den verbleibenden Flächen des Geländes wollen die Wirtschaftsförderer „sich in das Umfeld nahtlos einfügendes Handwerk und kleinteiliges Gewerbe ansiedeln“.

Der Siegerentwurf wird auf der nächsten Sitzung des Beirats Blumenthal am 20. Januar präsentiert.  je

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