Neues Kochbuch mit Rezepten von „Arfensupp“ bis „Zwetschenmoos“

Appetit auf Plattdeutsch

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„Plattdüütsch kökern“: Blick in das niederdeutsche Kochbuch des Grafik-Designers und Plattdeutsch-Liebhabers Volker Butenschön.

Bremen - Von Thomas Kuzaj. Plattdüütsch kökern? Kein Thema. Es gibt ja den Grafik-Designer und Plattdeutsch-Liebhaber Volker Butenschön, der im Bremer Schünemann-Verlag jetzt ein plattdeutsches Kochbuch mit echt norddeutschen Rezepten vorgelegt hat. Ein Buch, das richtig Appetit macht – auf die darin beschriebenen Gerichte, versteht sich. Aber eben auch auf Plattdeutsch.

Mal deftig, mal süß, dabei stets charaktervoll: Norddeutsche Küchenklassiker von der Vorspeise über den Hauptgang bis zum Nachtisch – das ist Butenschöns Rezept für ein Handbuch, das Kochanleitungen von A bis Z versammelt. Von der „Arfensupp“ (Erbsensuppe) bis zum „Zwetschenmoos“ (Pflaumenmus, sorgfältig eingekocht), um ganz genau zu sein.

Butenschön hat seine insgesamt 40 Rezepte mit liebevoll norddeutschem Touch illustriert und mit etlichen – auch mal hochdeutschen – „Schnackereien“ angereichert. Auf dem Pflaumenmusglas etwa sitzt eine Schnecke, weil man für die Zubereitung gaaanz viel Zeit braucht. Ein Glossar erläutert die wichtigsten Vokabeln – wiederum von A bis Z, von „aftrecken“ (häuten) bis „Zibbel“ (Zwiebel).

Bei der plattdeutschen Hausmannskost geht es natürlich oftmals recht deftig zu, und so heißt es bei den Zutatenlisten auch nicht vornehm „Man nehme“ im Rezepttext, sondern klar und deutlich: „Rin dormit“. Es folgt der Absatz „So geiht dat“, sprich: die Beschreibung der Zubereitung „wie bei Muttern“. Labskaus und „Buernfröhstück“, Krabben und „Rode Beden“, „Botterkoken“ und „Finkwarder Schull“ zum „satt warrn“ – hier fehlt es buchstäblich an nichts. Auch nicht an Knipp.

„Rode Grütt“, „Hochtietssupp“ und Co. sind zeitlose Küchenklassiker, die hier in zeitgemäßer Aufmachung präsentiert werden. Dieses Buch macht beim Schmökern ebenso Spaß wie beim Kochen. En passant ist es eine kleine Einführung in die plattdeutsche Sprache, in die man sich ja ebenso verlieben kann wie in ein Lieblingsgericht. Denn die Liebe, die geht ja bekanntlich durch den Magen.

Volker Butenschön: „Plattdüütsch kökern“. Schünemann-Verlag, 92 Seiten, Preis: 14,90 Euro.

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