Neuer Senatswein: Ein klassischer Riesling

Ein „Baby“ mit vielen Talenten

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Präsentierten gestern den dritten „Bremer Senatswein“: Andre Sarwatka (v.l., Martinshof), Wilfried Hautop, Karl-Josef Krötz, Martin Günthner und Michaela Kirschke (Martinshof).

Bremen - Von Elisabeth Gnuschke. Ein Riesling sollte in keinem Weinkeller fehlen, sagt Bremens Koryphäe aus dem Bereich Wein, Ratskellermeister Karl-Josef Krötz. Und er hat auch einen Tipp: das „Erdener Treppchen“ vom Bremer Weinberg an der Mosel, den „Bremer Senatswein“. Die Spätlese („fast an der Auslese angesiedelt“) ist die fruchtsüße Variante. Krötz: „In Sterne-Restaurants wird so ein Tröpfchen zum Dessert gereicht.“ Gemeinsam mit dem Martinshof präsentierte Krötz gestern Nachmittag im Rathaus den Senatswein.

Allerdings ist der Vorrat begrenzt: Insgesamt sind vom „Erdener Treppchen“ lediglich 1 000 Flaschen (0,5 Liter) zu haben. 12,50 Euro kostet der Senatswein, der ausschließlich im Ratskeller sowie im Cityshop des Martinshofes zu haben ist. Wirtschaftssenator Martin Günthner (SPD) freute sich gestern über das „gute Tröpfchen“ vom Bremer Weinberg. Voraussichtlich wird er im Herbst bei der nächsten Weinlese helfen.

Es ist mittlerweile der dritte Senatswein. Angefangen hat die Geschichte mit dem Wunsch des Martinshofes (Werkstatt für behinderte Menschen) nach Erweiterung der „Bremer Senatsprodukte“. Schnell hatten Geschäftsführer Wilfried Hautop, Designer Prof. Fritz Haase (von ihm und seiner Frau Sibylle stammt das Etikett) und Krötz die Idee entwickelt. Letzterer brachte den Bremer Weinberg in Erden ins Gespräch. Am 11. November 2012 (Martinstag) traten die Martinshof-Mitarbeiter in der Steilhanglage zur Weinlese an. Im Mai 2013 wurde in der Güldenkammer des Rathauses der erste „Bremer Senatswein“ präsentiert.

Krötz erzählte gestern zufrieden, dass sich der Oechsle-Grad mit jeder Ernte um fünf Grad auf jetzt 105 erhöht habe. Der Trick: Mit der Ernte ließen sich die Bremer bis zum 25. Oktober Zeit und fingen die letzten Sonnenstrahlen ein. Krötz: „Manche haben uns für verrückt erklärt.“ Das „Erdener Treppchen“ sei etwas „Klassisches“ mit Qualität. Die Aromen: gelbe Früchte und Honig. Der Senatswein solle am besten für einige Jahre in den Tiefen des Kellers verschwinden. „Er ist ein Baby mit vielen Talenten“, sagte der Kellermeister. Soll heißen: Der Wein wird sich noch entwickeln.

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