JVA-Sanierung kostet zehn Millionen Euro

Neuer Knast ist fast bezugsfertig

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JVA-Leiter Carsten Bauer (v.l.), Peter Abjramjuk, Projektleiter vom Bremer Architekturbüro GSP Gerlach, Schneider, Partner, und Justizsenator Martin Günthner im Neubau. 

Bremerhaven - Endspurt im Knast: Ende des Jahres sollen die Sanierungsarbeiten in der Justizvollzugsanstalt (JVA) Bremerhaven beendet sein, Anfang 2017 werden dann die ersten neuen Häftlinge einziehen. Die gesamte Sanierung zog sich über einen Zeitraum von fünf Jahren hin, der zweite Abschnitt dauerte rund zwei Jahre. Investiert wurden zehn Millionen Euro, bestätigte Jörg Lockfeldt, Sprecher des Justizressorts, auf Nachfrage.

„Zum 100. Geburtstag der Justizvollzugsanstalt werden wir am Ende des Jahres eine runderneuerte Anstalt in Bremerhaven haben“, sagte jetzt Justizsenator Martin Günthner (SPD) bei einer Baustellenbesichtigung. Und weiter: „Mit der Investition macht der Senat deutlich, dass der Justizvollzugsstandort Bremerhaven langfristig erhalten bleiben soll.“ Die JVA Bremerhaven wurde 1916 als Gefängnis für zunächst 200 Insassen erbaut.

Im ersten Bauabschnitt zwischen 2009 und 2012 sind zunächst baupolizeiliche Mängel beseitigt und die Pforte mit neuer Sicherheitszentrale eingerichtet worden. Außerdem wurden das Freigängerhaus, die Krankenabteilung der Verwaltungs- und Besuchsbereich sowie die technische Infrastruktur saniert.

Im zweiten Bauabschnitt sind seit Januar 2015 die Hafthäuser saniert und neugebaut, der Zellenbestand neugeordnet worden. Mehrfachbelegungen sollen aufgelöst werden, heißt es. Vier U-förmige und übereinanderliegende Stationen mit 86 Haftplätzen entstehen. Günthner: „Wir werden nach Abschluss der Sanierung die Voraussetzungen für einen humanen und auf das Ziel der Resozialisierung ausgerichteten Strafvollzug geschaffen haben.“

Die JVA Bremerhaven ist als eine eigenständige Abteilung der JVA Bremen organisiert, in der überwiegend kurze Freiheitsstrafen vollstreckt werden. Nach Abschluss der Sanierung werden neben den 86 Haftplätze für den geschlossenen Vollzug weitere 15 Haftplätze im offenen Vollzug vor allem für Berufsfreigänger zur Verfügung stehen. Die Häftlinge kommen zukünftig aus Bremen und Bremerhaven. 

je

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