ECE ist als neuer Betreiber im Gespräch / Dritter Bremer Standort

„Waterfront“ bald englisch?

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Bald in englischer Hand? Das Einkaufszentrum „Waterfront“.

Bremen - Das ShoppingCenter „Waterfront“ in Gröpelingen steht möglicherweise vor dem Verkauf. Bisher gehört die Immobilie der irischen LNC Gruppe (Dublin), die es gemeinsam mit Resolution Property (London) betreibt. Medienberichten zufolge haben die Iren den einstigen „Space Park“ an ein englisches Unternehmen verkauft. Center-Manager Peter Schneider, unter dem sich die „Waterfront“ zu einem erfolgreichen Einkaufszentrum entwickelt hat, sagte dazu auf Nachfrage: „Kein Kommentar.“

Dementiert wurde der Verkauf, der angeblich 250 Millionen Euro bringen soll, jedoch nicht. Seit 2008 betreibt LNC die „Waterfront“. Von 46 000 Quadratmetern sind 40 000 mit einem bunten Branchenmix belegt, darunter ebenso ein irischer Billiganbieter wie hochwertige Designerläden. Zudem sind ein Kino und ein Hotel angegliedert. Der mögliche neue Eigentümer will das Einkaufszentrum angeblich nicht selbst managen. Im Gespräch ist als Betreiber die ECE Projektmanagement GmbH. Die Hamburger haben seit vielen Jahren erfolgreich das Roland-Center in Huchting und den Weserpark in Osterholz unter ihren Fittichen. In Bremen wäre die „Waterfront“ der dritte Standort. Hinzu kommen die „Schlosshöfe“ in Oldenburg. Auch für das geplante „City Center“ am Ansgaritor hatte sich ECE zunächst interessiert, dann aber zurückgezogen. Ein Grund: Die Fläche sei mit 25 000 Quadratmetern zu klein. Hier ist jetzt der portugiesische Spezialist Sonae Sierra am Drücker. Allerdings hängt das Innenstadt-Projekt (wir berichteten) wegen vergessener Versorgungsleitungen in der Erde in der Warteschleife. Bis zur Fertigstellung dürften mindestens noch fünf Jahre vergehen.

Ein ECE-Sprecher wollte den dritten Center-Standort auf Anfrage nicht bestätigen. Grundsätzlich sei Bremen jedoch ein interessanter Standort.

Das Einkaufszentrum befindet sich direkt an der Weser, wo einst die Werft AG „Weser“ ihren Sitz hatte. Gebaut wurde das Center als Freizeitpark mit dem Schwerpunkt Raumfahrt. Doch das Dasein als „Einkaufszentrum mit Rakete“, wie Spötter sagten, war mangels Besucher nur kurz: von Februar bis September 2004. Der Hauptinvestor, die Dresdner Bank, verkaufte die Immobile schließlich. Bremen hatte sich finanziell in Sachen Infrastruktur engagiert.

gn

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