„Auf einen Espresso“ mit Großmarkt-Geschäftsführer Uwe Kluge

Mut zu neuen Ideen

Uwe Kluges Figur symbolisiert den Mut zu neuen Ideen. ·
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Uwe Kluges Figur symbolisiert den Mut zu neuen Ideen. ·

Bremen - Von Ilka Langkowski„Jeden Tag passiert etwas Unvorhergesehenes und Überraschendes“, sagt Uwe Kluge, Geschäftsführer des Bremer Großmarkts. Zu seinen Aufgaben zählt nicht nur der Betrieb des Frischezentrums in der Überseestadt, sondern auch die Organisation und Planung etlicher Bremer Wochen- und Themenmärkte – vom Blumenmarkt bis zum „Schlachte-Zauber“.

„Das macht die Arbeit sehr abwechslungsreich“, sagt der Chef. Gleichzeitig heißt es, sehr vielen Menschen gerecht werden zu müssen, die an den Marktveranstaltungen beteiligt sind. Kluge hat sich Zeit für unsere Serie „Auf einen Espresso“ genommen, in der wir Bremer Prominente und engagierte Macher ein wenig privat vorstellen – mit einem Gegenstand, der für sie eine besondere Bedeutung hat.

Kluge stellt eine weiße Gipsskulptur auf den Tisch. Offenbar denkt die Figur nach und stützt ihren Ellenbogen aufs Knie. Kluge selbst hat die Figur aus einem Gipsblock gearbeitet, nachdem sein Oberstufenlehrer den Schülern Wasser Gipspulver reichte und meinte: „Seht, was Ihr damit anfangt.“

Die Figur erinnert Kluge an Situationen, wo noch nichts ist. Die gebe es auch im Büro – wenn er überlegt, wie er an eine neue Aufgabe herangeht. Als Großmarkt-Chef gäbe es oft ganz neue Dinge zu entwickeln oder neue Mieter zu akquirieren oder Marketingmaßnahmen auszudenken. „Da hat man immer wieder weiße Blätter. Dann muss man einfach anfangen“, sagt Kluge. Das heißt für ihn: Ein Blatt Papier nehmen und etwas aufschreiben oder aufzeichnen, und dann passiert etwas. „Der Beginn nimmt die Angst vorm weißen Blatt. Manchmal muss man nur probieren“, erzählt Kluge, „und bei Negativ-Erfahrungen schnell aussteigen.“

Neue Herausforderungen gefallen Kluge, und wenn die Zahlen stimmen sollen, kommt manchmal automatisch Schwung rein. Allerdings, so sagt er, muss man auch schauen, dass man mit einem Negativ-Wachstum umgehen oder ein Null-Wachstum akzeptieren kann. „Man muss sich nicht verrückt machen.“

Für Neuerungen, die heute in immer kürzeren Zyklen nachgefragt werden, brauche man auch Mut, um anzufangen zu denken. Neue Ideen, die bei anderen auf Kritik stoßen oder Spannungen verursachen, können wieder zu neuen Reaktionen, Anregungen und Einfällen führen. Auch Routinearbeiten sollte man immer hinterfragen. Gerade auf den Märkten gelte es, neue Attraktionen zum Bewährten zu finden, wie zum Beispiel Pippi Langstrumpf, die samt Pferd auf dem „Schlachte-Zauber“ ihren Piraten-Vater besucht. Die Figur erinnert ihn daran, wie es gemacht wird.

Sechs fixe Fragen

Was verbindet Sie mit Bremen?

Kluge: Mein ganzes Leben. Hier bin ich geboren.

Welchen Ort mögen Sie besonders?

Kluge: Ich bin gerne am Marktplatz, und ich bin auch gern auf dem Deich.

Was würden Sie auswärtigen Gästen in Bremen zeigen?

Kluge: Natürlich den Marktplatz. Die Innenstadt ist ein Muss, aber mittlerweile bin ich auch ein großer Fan der Überseestadt. Die Entwicklung dort ist schon spannend. Die Bremer Häuser sind auch eine Besonderheit, mit ihrem Stil, der Funktionalität, aber auch ihrer Gediegenheit und den Souterrains. Das ist typisch und charakterisiert die Menschen als bodenständig, kaufmännisch und sachlich.

Welches ist Ihr Lieblingstier?

Kluge: Der Hund. Weil wir immer einen Hund hatten. Er ist mein täglicher Begleiter, auch im Büro. Ohne Hund geht nicht.

Was würden Sie tun, wenn Sie jetzt spontan einen Tag frei hätten?

Kluge: Ich würde in Ruhe frühstücken und Zeitung lesen, dann eine ausgedehnte Tour mit dem Hund machen, vermutlich etwas im Garten tun, auf meine Frau mit Tee und Kuchen warten und am Abend schön essen gehen – am besten Bratkartoffeln am Deich, bei uns um die Ecke.

Was macht Sie schwach?

Kluge: Souvenirgeschäfte im Urlaub. Da kaufe ich immer etwas und habe regelmäßig Ärger mit meiner Frau (lacht). Ich freu mich dann aber trotzdem über den Kühlschrankmagneten.

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