Neu im Universum Bremen

„Himmelwärts“-Show: Ab in die Lüfte

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Scout Corinna Peter an einem der vielen Experimente in der neuen Wissenschaftsshow des Bremer Universums.

Bremen - Von Steffen Koller. Es zischt, qualmt und ganz nebenbei kann man auch noch was lernen. Die neue Wissenschaftsshow im Bremer Universum bringt Besuchern seit kurzem das Thema Fliegen näher. Unter dem Motto „Himmelwärts – der Traum vom Fliegen“ erklären sogenannte Scouts, warum zum Beispiel Wildgänse immer in einer V-Formation unterwegs sind und wie es Helikopter schaffen, sich so stabil in der Luft zu halten. Mitmachen ist ausdrücklich erwünscht.

Es gibt Phänomene, die hat wohl jeder schon beobachtet. Vögel fliegen im Herbst gen Süden und das in einer V-Formation, Raketen starten senkrecht Richtung Himmel, Heliumballons tun es den Raketen gleich – und doch wirken ganz andere Auftriebsarten. Warum das so ist, das erklärt die neue Science Show des Universums an der Bremer Universität. Scout Corinna Peter macht gleich zu Beginn klar, dass das alles zwar schön anzuschauen und gleichzeitig richtig interessant ist, doch wie bei fast jedem Experiment gilt auch hier der Grundsatz: „Bitte nicht zu Hause ausprobieren.“

Es wird feurig, es qualmt und es geht ab in die Lüfte. Im Rahmen des Raumfahrtjahres „Sternstunden 2018“ entstand die Show. Und da wären wir auch schon beim ersten Thema. Denn wie schaffen es Raketen, so geradlinig Richtung All zu schießen? „Hier wirkt das sogenannte Rückstoß-Prinzip“, erklärt Corinna Peter und veranschaulicht das mit einem Experiment. Ein Schuss Brennspiritus in einen großen Behälter, das Ganze gut schütteln, den Rest abkippen. Sicherheitsabstand einhalten, die austretenden Gase anzünden und schon entsteht eine zischende Flamme, die – in gewisser Menge – in der Lage ist, auch Raketen Richtung All zu befördern.

Mit großen Augen verfolgen die Kinder und deren Eltern das Spektakel, fasziniert schauen die Kleinen Corinna Peter zu. „Das ist cool“, ruft ein Junge, ein Mädchen will „gleich nochmal“.

Shows dauern rund 30 Minuten

Rund 30 Minuten dauern die Shows. Zeit genug, um auch den sogenannte V-Flug vieler Vögel zu erklären. In einem Abstand von rund 1,2 Metern und in einem Winkel von 45 Grad bewegen sich die Tiere über Hunderte von Kilometern zueinander. Aber nicht, weil sie überdurchschnittlich gesellige Tiere sind, sondern weil sie so den sogenannten „Bernoulli-Effekt“ für sich nutzen.

„Bei Flügelschlägen entstehen Verwirbelungen, die wiederum von jedem dahinter fliegenden Vogel für sich genutzt werden“, beschreibt Corinna Peter. Flugzeugingenieure haben sich genau diese physikalischen Kräfte zunutzegemacht und Tragflächen so konstruiert, dass Flugzeuge bei entsprechender Geschwindigkeit vom Boden abheben können, ergänzt Peter. Auch Hummeln, die eigentlich „viel zu dick sind“, sagt Peter, könnten so erst durch die Lüfte sausen.

Die Science Show „Himmelwärts – der Traum vom Fliegen“ ist noch bis zum 10. Oktober täglich um 12 und 15 Uhr im Universum (Wiener Straße 1a) zu sehen. Anmeldungen sind nicht erforderlich.

universum-bremen.de

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