Radrennen vor dem Start

Sixdays Bremen: De Ketele/Politt und Reinhardt/Kneisky Topfavoriten

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Sixdays-Chef Mario Roggow (re.) und der sportliche Leiter Erik Weispfennig informierten über den neuesten Stand vor dem Startschuss.

Bremen - Die Spannung steigt. Am Donnerstag kurz nach 21 Uhr werden die beiden Bürgermeister Andreas Bovenschulte (Bremen) und Melf Grantz (Bremerhaven) sowie der aus der TV-Serie „Verrückt nach Meer“ bekannte Kapitän Morten Hansen die Fahrer des 56. Bremer Sechstagerennens auf die Reise schicken. Erwartet werden an den sechs Tagen insgesamt 60.000 Besucher.

Klar ist schon jetzt: Auf der teilweise neu verlegten Bremer Piste wird es am kommenden Dienstag neue Sieger geben, denn die belgischen Titelverteidiger Iljo Keisse und Jasper de Buyst sind nicht dabei. „Iljo ist schon auf dem Weg nach Australien, um an der Tour Down Under teilnzunehmen“, erklärte Bremens sportlicher Leiter Erik Weispfennig gestern.

Aber auch ohne die beiden Belgier kann sich das Fahrerfeld der Profis einmal mehr sehen lassen. Die Bremer können stolz sein, einen der derzeit besten Straßenfahrer Deutschlands an Land gezogen zu haben. Der 25-jährige Kölner Nils Politt machte nicht nur bei der letztjährigen Tour de France eine gute Figur, sondern glänzte unter anderem auch mit Platz zwei beim Eintages-Klassiker Paris-Roubaix. 

Nun ist Politt aber auf der Winterbahn nicht gerade ein alter Hase. Vor fünf Jahren bestritt er in Bremen sein erstes und bislang einziges Sechstagerennen in der Hansestadt. Dass Politt dennoch am Dienstag weit vorn landen könnte, liegt an seinem Partner, denn der Belgier Kenny de Ketele kennt sich in der ÖVB-Arena nach seinen Siegen 2016 und 2018 bestens aus. Aber dieses Duo wird mit Sicherheit keinen Alleingang hinlegen. Besonders Theo Reinhardt dürfte etwas dagegen haben. Der Sieger 2018 (mit de Ketele) hat ab morgen den sehr starken Franzosen Morgan Kneisky an seiner Seite. „Mit ihnen ist auf alle Fälle zu rechnen, denn da vereinen sich insgesamt zehn Weltmeistertitel“, berichtete Weispfennig.

Seine letzten Runden auf der 166 Meter langen Bremer Bahn dreht Moreno de Pauw, denn der Belgier wird seine erfolgreiche Karriere beenden. Passen muss dagegen Domenic Weinstein, Motor des deutschen Bahn-Vierers. Er sagte aufgrund von Knieproblemen ab.

Im Fokus stehen in Bremen auch immer die Sprinter. Das ist in diesem Jahr nicht anders, wenn drei Fahrer aus dem Team Deutschland gegen drei Fahrer aus dem Team Europa antreten. Angeführt werden beide Mannschaften von Robert Förstemann (Deutschland) und Tomas Babek (Tschechien). Vor allem Förstemann ist hoch motiviert, konnte er doch 2019 das Bremen Rennen nach einem fürchterlichen Sturz aufgrund eines Schlüsselbeinbruchs nicht beenden.

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