Neue Schienen für die Balgebrückstraße / Bahnen werden über Brill umgeleitet

Abgefahrene Gleise

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Noch fahren die Straßenbahnen über die Gleise an der Balgebrückstraße. Doch ab Dienstag rücken die Bautrupps an, um die Schienen zu erneuern. Sieben Wochen lang werden die Bahnen der Linien 4,6 und 8 umgeleitet.

Bremen - Von Jörg Esser. Die Gleisbautrupps der Bremer Straßenbahn (BSAG) rücken an – „ins Herz der Stadt“, sagt BSAG-Sprecher Jens-Christian Meyer. Ab Dienstag, 26. Mai, werden in der Balgebrückstraße auf 175 Metern Länge zwischen Domsheide und Tiefer die Schienen erneuert. Sieben Wochen lang, bis zum 13. Juli. Straßenbahnen und Busse werden umgeleitet.

Die Gleise in der Balgebrückstraße stammen aus dem Jahr 1989. Und sie werden permanent befahren. „Die Verschleißgrenze ist erreicht“, sagt Projektleiter Ingo Schnieders. Zugleich werden die Fahrdrähte auf ganzer Länge erneuert. Das Bauprojekt wird in drei Phasen eingeteilt. In Phase eins wird stadteinwärts gearbeitet, in Phase drei stadtauswärts. Phase zwei ist eine Power-Baustelle am Wochenende vom 26. bis 29.Juni – dann nehmen sich die Gleisbauer den Kreuzungsbereich an der Tiefer vor. „Da ackern wir 60 Stunden rund um die Uhr“, sagt Schnieders.

So weit, so gut. So ein Großprojekt hat es in sich. Und das bringt bei der BSAG Lars Degen ins Spiel, der ein detailliertes Umleitungskonzept erarbeitet hat. So werden die Straßenbahnlinien 4, 6 und 8 über den Brill und während der Bauzeit durch die Westerstraße geführt. Genauer gesagt. Die Linie 4 und 6 fahren vom Hauptbahnhof aus über Am Wall, Am Brill, Westerstraße und Am Neuen Markt zum Theater am Leibnizplatz, wo sie wieder auf die übliche Trasse einbiegen. Die Linie 8 steuert vom Hauptbahnhof kommend auch weiterhin die Haltestellen Herdentor und Schüsselkorb ab, fährt dann aber über Domsheide und Obernstraße zum Brill, von dort durch die Westerstraße zur Hochschule Bremen – und von dort auf den eingefahrenen Gleisen bis zum Roland-Center. Übrigens: Für die Linien 2, 3 und 10 ändert sich während der Bauzeit nichts.

Die Haltestelle Am Brill wird zur Schnittstelle für die Bahnen. Und darum lässt die BSAG ihre Buslinien 26, 27 und 63 den Weg über die Wilhelm-Kaisen-Brücke und durch die Balgebrückstraße zur Domsheide kurven. Bleiben die Regionalbuslinien 101, 102, 120, 121, 150, 226 uns 750 – sie verkehren wie gewohnt über Langemarckstraße, Brill und Bürgermeister-Smidt-Straße, halten aber im Abschnitt zwischen Breitenweg und Lahnstraße in den nächsten Wochen am Fahrbahnrand.

Die Taktzeiten auf den Bahn- und Buslinien werden angepasst, heißt es. Und auch die Linie 1 fährt bis zum 13. Juli nur noch im Zehn-Minuten- statt im 7,5-Minuten-Takt. Auf die vielen Veränderungen während der Bauzeit reagiert die BSAG mit jeder Menge Informationsmedien – mit Stelen, Vitrinen, Tafeln und Flyern. Durchsagen wird es geben. Und auch Mitarbeiter mit gelben Warnwesten sind häufig vor Ort.

Und warum wird das Projekt nicht in den Ferien durchgezogen? „Da steht das nächste Projekt in Walle auf dem Terminplan“, sagt Schnieders.

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