Der „Krimipreis“ von Radio Bremen geht in diesem Jahr an den schwedischen Autor Arne Dahl, der gar nicht so heißt

Neue Perspektiven auf ausgetretenen Wegen

Arne Dahl, Preisträger.

Bremen - BREMEN (kuz) · Eigentlich heißt er Jan Lennart Arnald, und seine Bücher haben Titel wie „Böses Blut“, „Rosenrot“ und „Himmelsöga“ – huch, das gibt es wohl noch nicht in deutscher Sprache. Jan Lennart Arnald jedenfalls ist viel bekannter als Arne Dahl, und als eben dieser Arne Dahl bekommt er in diesem Jahr den „Krimipreis“ von Radio Bremen.

Der schwedische Autor, Jahrgang 1963, habe die Gabe, „ausgetretenen Krimiwegen völlig neue Perspektiven abzugewinnen“ – so jedenfalls das Lob der Jury. Und weiter: „Mit seinem international vernetzten A-Team macht er eine Gruppe interessanter Persönlichkeiten zum ebenso widersprüchlichen wie genialen Gesamtermittler, literarisch anspruchsvoll, nachdenklich und mit feinem Humor. In all seinem Romanen spart er die Folgen von Gewalt und Verrat, von politischen Entscheidungen für die Einzelnen nicht aus, so dass am Ende jede glatte oder vorhersehbare Lösung verweigert wird – zu Recht und mit Gewinn für die Leser.“

Der Familienvater Arnald/Dahl – er hat zwei Töchter – lebte ein Jahr lang in Berlin . Nun wohnt er in Stockholm. Seine Bücher entstehen in einer kleinen Schreibwerkstatt in seinem Elternhaus auf einer Schäreninsel.

Am Mittwoch, 15. September, wird ihm der Preis im Rahmen des nunmehr 13. Krimifestivals „Prime Time Crime Time“ verliehen – natürlich nicht in Schweden, sondern bei Radio Bremen im Faulenquartier. Im „Weserhaus“. Bei der „Großen Kriminacht“ sind dann – so die Planung – auch die Autoren Petra Hammesfahr, Angela Esser und Andreas Izquierdo dabei. Musik macht Andreas Einhorn, Moderation: Hilke Theessen.

Der „Krimipreis“ von Radio Bremen wird „im Wechsel deutschsprachigen und ausländischen Autoren verliehen“, so die Auskunft des Senders. Die Auszeichnung ist nicht allein mit einer gewissen Ehre verbunden, sondern auch mit 2 500 Euro€ dotiert. In der Jury sitzen Lore Kleinert (Leiterin der Kulturabteilung von Radio Bremen), Jörg-Dieter Kogel (Programmleiter des Nordwestradios), der Bremer Kriminalschriftsteller Jürgen Alberts sowie Thomas Böhm, der Leiter des Literaturhauses Köln. Zu den früheren Preisträgern gehören Friedrich Ani, Åke Edwardson und Stefan Slupetzky.

WWW.

radiobremen.de/nordwestradio

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