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Neue Corona-Verordnung in Bremen: Diese Regeln sind wichtig

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Von: Johannes Nuß

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Der Bremer Senat hat eine Corona-Verordnung samt Stufenmodell beschlossen. Sie gilt ab Freitag. Als neuer Leitindikator wird die Hospitalisierungsrate eingeführt.

Bremen/Bremerhaven – Der Senat in Bremen hat am Dienstag, 28. September 2021, eine neue Corona-Verordnung beschlossen. Sie wird am kommenden Freitag, 1. Oktober 2021, als 29. Corona-Verordnung in Kraft treten. Sie gilt dann vorläufig bis zum 15. November 2021. Verankert ist darin das Stufenmodell, das der Bremer Senat am vergangenen Dienstag, 21. September 2021, beschlossen hat.

Stufenmodell für Anzahl der Neuaufnahmen von SARS-CoV-2-infizierten Bürgern des Landes Bremen in den Kliniken der jeweils letzten 7 Tage (Fälle/100.000 Einwohner)Stufe
0 bis 30
> 3 bis 61
> 6 bis 122
> 123

Die Anwendung der Stufen wird jeweils für die Stadt Bremen und Bremerhaven vom Senat beziehungsweise Magistrat festgestellt. Ab dem 1. Oktober 2021 gilt in beiden Städten im Land Bremen die Stufe 1. Wird in einer der Städte die Inzidenz der geltenden Stufe an fünf aufeinander folgenden Tagen über- oder unterschritten, erfolgt der Wechsel einer Stufe durch Bekanntmachung des Senats oder des Magistrats. Diese Warnstufe gilt ab dem zweiten Tag nach der Bekanntmachung.

Passanten laufen durch die Bremer Innenstadt.
Der Senat in Bremen hat am Dienstag die 29. Corona-Verordnung beschlossen. © Sina Schuldt/dpa

Die Hospitalisierungsinzidenz wird der Leitindikator und gibt die Stufe vor, der das Pandemiegeschehen in Bremen und Bremerhaven zugeordnet wird. Die Hospitalisierungsinzidenz gibt die Anzahl der Neuaufnahmen in den Kliniken wegen einer Infektion mit SARS-CoV-2 innerhalb der vergangenen sieben Tage pro 100.000 Einwohner an. Sie bildet somit den maßgeblichen Indikator für die Anzahl der schweren Verläufe.

Weitere Indikatoren zur Bewertung des Infektionsgeschehens, insbesondere die verfügbaren intensivmedizinischen Behandlungskapazitäten, die Anzahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen und die Impfquote, sollen berücksichtigt werden.

Bremer Senat beschließt neue Corona-Verordnung: Mindestabstand von 1,5 Metern bleibt bestehen

Davon ausgenommen sind:

Bremer Senat beschließt neue Corona-Verordnung: Maskenpflicht bleibt weiterhin bestehen

In allen Stufen (0-3) besteht die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung im öffentlichen Personennahverkehr, in Verkaufsstätten in geschlossenen Räumen und bei Großveranstaltungen ab 5.000 Personen. Dies gilt nicht für Großveranstaltungen, die den Zutritt nach der 2G-Option umsetzen.

Ist die Stufe 2 oder 3 erreicht, besteht die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung in sonstigen geschlossenen Räumen, die öffentlich oder im Rahmen eines Besuchs- oder Kundenverkehrs zugänglich sind, soweit kein geeignetes Schutz- und Hygienekonzept vorliegt. Dies gilt nicht für Einrichtungen oder Veranstaltungen, die den Zutritt nach der 2G-Option umsetzen.

Bremer Senat beschließt neue Corona-Verordnung: Das gilt jetzt bei Veranstaltungen

Bremer Senat beschließt neue Corona-Verordnung: Bei 2G-Modell entfallen alle Beschränkungen

Für Großveranstaltungen ab 5.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer gilt in den Stufen 0 bis 2 die 3G-Regel mit den bekannten Schutzauflagen (Abstand, Kapazitätsbegrenzung, maximal 25.000 Personen, Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung im Innenbereich). Mit der optionalen Einführung eines 2G-Modells können die Beschränkungen entfallen. Die Vorlagepflicht eines Hygienekonzeptes und die Genehmigungspflicht bleiben bestehen.

Wird von dem Betreiber oder Verantwortlichen einer Einrichtung oder einer Veranstaltung das 2G-Modell angewendet, muss von den Betreibern für nicht geimpftes und nicht genesenes Personal eine erforderliche Testung organisiert werden. Personal, das nicht geimpft und nicht genesen ist, muss sich im Zuge des 2G-Models täglich testen.

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Gemäß den aktualisierten Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts hat der Senat die Quarantäneregelungen für Kontaktpersonen angepasst: Kontaktpersonen müssen sich für zehn Tage seit dem letztmaligen engen Kontakt mit der infizierten Person in Quarantäne begeben. Die Quarantäne kann frühestens am fünften Tag mit einem tagesaktuellen negativen PCR-Test oder am siebten Tag mit einem tagesaktuellen Antigen-Schnelltest beendet werden. * kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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