Zwischen Schnoor und Schlachte

Familien unterstützen

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Eine Katze von Alois Steiner.

Von Thomas Kuzaj. Engagement: „Löwenherz“ freut sich über neue ambulante Kinderhospizbegleiter. Elf Ehrenamtliche haben den entsprechenden Vorbereitungskursus absolviert – und nun während einer Feier in den Räumen des „Ambulanten Kinderhospizdiensts Löwenherz Bremen und Umzu“ an der Elsasser Straße in Schwachhausen ihr Zertifikat bekommen.

Engagement: „Löwenherz“ freut sich über neue ambulante Kinderhospizbegleiter. Elf Ehrenamtliche haben den entsprechenden Vorbereitungskursus absolviert – und nun während einer Feier in den Räumen des „Ambulanten Kinderhospizdiensts Löwenherz Bremen und Umzu“ an der Elsasser Straße in Schwachhausen ihr Zertifikat bekommen.

Die acht Frauen und drei Männer – buchstäblich Helfer mit Löwenherz – unterstützen zukünftig Familien mit einem unheilbar erkrankten Kind zu Hause. „Die Nachfrage von betroffenen Eltern ist zuletzt stetig gestiegen“, sagt „Löwenherz“-Sprecherin Manuela Ellmers.

Die Aufgaben der Kinderhospizbegleiter seien vielfältig: „Sie betreuen die schwerstkranken Kinder zu Hause, lesen ihnen beispielsweise vor oder hören zusammen Musik, und entlasten so die Eltern. Auf Wunsch spielen sie auch mit den Geschwistern und haben ein offenes Ohr für ihre Sorgen und Nöte. Manche Eltern suchen aber auch einen einfühlsamen Gesprächspartner, der sie auf dem Weg der Krankheit und in der Trauerphase begleitet. Denn die Familien können pro Jahr höchstens vier Wochen in ein stationäres Kinderhospiz kommen, die ‚restlichen‘ 48 Wochen sind sie zu Hause auf sich selbst gestellt.“

„Mich hat vor allem die Fürsorglichkeit und Warmherzigkeit, die den Kindern, Eltern und uns Ehrenamtlichen entgegengebracht wird, beeindruckt“, sagt Kursteilnehmer Ullrich Altmann. Der 65-jährige Versicherungsmakler aus Bremen freut sich – wie die gesamte Gruppe – jetzt auf seinen Einsatz.

Mitte Juni gibt es ein erstes Gespräch mit „seiner“ zukünftigen Familie, in der der Vater zweier Kinder einen neunjährigen Jungen begleiten wird.

Insgesamt

59 Ehrenamtliche

Der „Ambulante Kinderhospizdienst Löwenherz Bremen und Umzu“ begleitet gegenwärtig 38 Familien mit einem unheilbar erkrankten Kind. Mit den neu geschulten Kinderhospizbegleitern engagieren sich insgesamt 59 Ehrenamtliche für den Dienst. Im stationären Kinder- und Jugendhospiz „Löwenherz“ in Syke können jährlich etwa 250 Familien mit unheilbar erkrankten Kindern für bis zu vier Wochen zu Gast sein.

Ein neuer Kursus für ambulante Begleiter beginnt nach den Sommerferien in Bremen. Wer sich für diese Schulung interessiert, wird gebeten, sich möglichst bald telefonisch unter der Nummer 0421/8413155 oder per E-Mail an ambulant@kinderhospiz-loewenherz.de zu melden.

Eine Lesung

wird wiederholt

Literatur: Wiederholungen gibt es nicht nur im Fernsehen, und manchmal haben sie sogar einen Sinn. „Am 12. Mai hatten wir eine ‚Bremer Buchpremiere‘ mit Texten von Inge Buck und der persischen Übertragung von Madjid Mohit“, sagen Angelika und Klaus Plückebaum von der Buchhandlung Leuwer (Am Wall 171). „Die Collagen von Monica Schefold ergänzen das kleine Buch und machen es zu einer kleinen Kostbarkeit und einem perfekten Geschenk für gute Freunde.“ Der Band heißt „Unter dem Schnee“ (Sujet-Verlag). Die Premiere mit der zweisprachigen Lesung war ein buchstäblich voller Erfolg – und so gibt es sie demnächst ein weiteres Mal. Denn: „Die Texte, vorgetragen von Inge Buck und Madjid Mohit, musikalisch begleitet von Madjid Mohit, eingeleitet durch Johannes Feest und illustriert durch eine Auswahl Collagen von Monica Schefold, haben eine Wiederholung verdient.“ Die Wiederholung beginnt am Montag, 1. Juni, um 19.30 Uhr.

Kunst: „Augenblick mal.“ Das ist der Titel einer Ausstellung des Bremer Malers und Autors Alois Steiner, die am Sonntag, 31. Mai, um 15 Uhr im Kulturhaus Walle an der Schleswiger Straße 4 eröffnet wird. Die Vernissage ist gepaart mit einer Autorenlesung, die sich um 18 Uhr anschließt. „Gezeigt werden neben surrealistischen Werken in Acryl auch Porträts und Skizzen“, heißt es in einer Vorschau. In jüngster Zeit beschäftigte Steiner sich „vornehmlich mit Tierporträts und Landschaften“. Die Ausstellung dauert bis zum 22. Juli.

Lesen wird der Maler und Autor aus seinem Buch „Der zweite Sieg“. Darin geht es um seinen jahrelangen Kampf mit einer Krankheit (Hepatitis C), die schon seit seiner Geburt in ihm schlummerte, aber erst in der zweiten Lebenshälfte ausbrach. Nach überstandener Tortur erfüllte Steiner sich einen Traum und brach mit dem Fahrrad in sein Geburtsland Österreich auf. Er fuhr in zwölf Tagen 1180Kilometer weit.

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