Neue Betrugsmasche in Bremen

Polizei warnt vor „Polizisten“

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Die Bremer Polizei warnt vor einer neuen Betrugsmasche.

Bremen - Mit einer neuen Masche versuchen Betrüger, ältere Menschen in Bremen übers Ohr zu hauen. Das Fiese an der Sache: Die Betrüger geben sich als Polizisten aus. Wie ein Polizeisprecher gestern berichtete, notierten die Ermittler in den vergangenen Tagen Betrugsversuche in Bremen-Nord. Die Täter riefen potenzielle Opfer an und gaben sich als Polizeibeamte aus, die in den nächsten Tagen Paketsendungen abholen wollten, die mit ausgespähten Daten bestellt worden seien.

So klingelte beispielsweise um Mitternacht das Telefon einer 82-Jährigen in Lesum. Ein freundlicher Mann, so der Sprecher, gab sich als Kriminaloberkommissar aus. Er wies die Frau darauf hin, dass ihre Daten von Straftätern ausgespäht worden seien und sie in den nächsten Tagen mehrere Pakete erhalten werde. Diese möge die alte Dame bitte annehmen und aufbewahren. Die Polizei komme vorbei und konfisziere die Sachen. Der Polizeisprecher: „Angeblich aus Sicherheitsgründen musste die Frau ihre Personalien und Geburtsdaten angeben.“ Schon am nächsten Morgen tauchte der freundliche „Oberkommissar“ bei der Frau auf und fragte erstmal nach Wertgegenständen im Haus. Die 82-Jährige gab an, nichts Wertvolles zu besitzen. „Immer wieder sagte der Mann, dass die Gespräche geheim seien, um die Ermittlungen nicht zu gefährden“, so der Sprecher weiter. Am nächsten Abend rief der Betrüger erneut bei der Bremerin an. Er meldete, wie es heißt, die Ankunft „einer großen Menge von Paketen“ für Sonnabend an. Das gesamte Vorgehen kam der 82-Jährigen seltsam vor, sie hatte schließlich Zweifel an der Echtheit des „Polizisten“. Über Notruf verständigte die Frau die echte Polizei.

Und die rät: „Überprüfen Sie den Absender des Paketes. Sollte dieser Ihnen unbekannt sein, verweigern Sie die Annahme. Sollten Sie keine Postsendung erwarten, lehnen Sie die Zustellung ebenfalls ab.“

gn

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