Neubau am Klinikum Mitte verschlingt mehr als 300 Millionen Euro

Die Kosten steigen weiter

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Der Neubau am Klinikum Mitte wird mehr als 300 Millionen Euro kosten.

Bremen - Die Kosten für den Teilersatzneubau am Klinikum-Mitte haben jetzt die 300-Millionen-Euro-Grenze überschritten. Das geht aus dem jüngsten Risikobericht hervor, mit dem sich der Senat gestern befasste. Demnach steigen die Gesamtkosten von einst 230,8 auf jetzt 301,1 Millionen Euro. Dem Bericht zufolge bleibt unter dem Strich ein weiterer Fehlbetrag von 9,4 Millionen Euro. Die Geschäftsführung der Klinik-Holding Gesundheit Nord (Geno) schlägt vor, „den Betrag auf zu einem zusätzlichen Bestandteil der geplanten weiteren Darlehensaufnahme zu machen“. Soll heißen: Die Darlehenssumme steigt von 22 auf 31,4 Millionen Euro.

Auch die Insolvenz der Firma Imtech wird sich auf den Klinikneubau auswirken. „Es ergeben sich mehrwöchige Verzögerungen in Teilbereichen“, heißt es. Die Imtech-Risiken sind im aktuellen Bericht noch nicht berücksichtigt, da Imtech erst im August Insolvenz anmeldete. Der aktuelle Risikobericht berücksichtigt den Zeitraum bis Ende Juni dieses Jahres.

Der Senat hat gestern auch den dritten Bericht über die Sanierung der

Holding der vier kommunalen Kliniken Mitte, Ost, Nord und Links der Weser zur Kenntnis genommen. Demnach erwartet die Geno für 2015 ein Defizit von 18,8 Millionen Euro. Das fällt damit um 1,8 Millionen Euro geringer aus als im Wirtschaftsplan kalkuliert. Für 2016 wird laut Wirtschaftsplan mit einen Verlust von 11,7 Millionen Euro und für 2017 mit einem von 9,9 Millionen Euro gerechnet.

Der Bericht kommt zu dem Ergebnis, dass die Geno zahlreiche Maßnahmen zur Sanierung ergriffen habe. Aber die Holding müsse ihre Anstrengungen aber verstärken, um die Sanierung erfolgreich fortzuführen. Gesundheitssenatorin Eva Quante-Brandt (SPD) sagte: „Vor allem bei den Sachkosten sowie den Personalkosten im Verwaltungsbereich gibt es weiteres Einsparpotential.“ Die Kosten sollen auf das Niveau vergleichbarer kommunaler Krankenhäuser gesenkt werden.

Derweil hat die Geno auf dem Sanierungspfad Zeit aufgeholt. Die Projekten und Maßnahmen zur Sanierung hinken nur noch ein halbes Jahr hinter dem Plan her. Im Dezember 2014 betrug der Rückstand noch ein Jahr. „Der Trend muss fortgesetzt werden“, so Quante-Brandt.

Wirtschaftlich betrachtet habe sich die Geno weiter verbessern können, ergänzte die Senatorin. „Die Kliniken behandeln inzwischen mehr Patienten als je zuvor.“

Wichtig für die Zukunftsfähigkeit sei die medizinstrategische Ausrichtung der vier Häuser. Sie soll die Grundlage für Personalfindung und Personalentwicklung, für effizientere Behandlungsabläufe und Arbeitsprozesse sowie für eine zukunftsweisende Investitionsplanung bilden. Die Geschäftsführung will dem Aufsichtsrat in der Sitzung am 4. Dezember die Medizinstrategie für den Verbund vorlegen.

je

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