Spur führt in die Rocker-Szene

Auto-Explosion in der Bremer Vahr durch Handgranate verursacht

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Die Spur von der Autobombe in der Vahr führt in die Rocker-Szene. Die Ermittlungen dauern an.

Bremen - Von Thomas Kuzaj. Die Spur von der Autobombe in der Vahr führt offenbar in die Rocker-Szene. Die Bremer Polizei „prüft“ einen „möglichen Zusammenhang zwischen der Sprengstoffexplosion und einem Vermisstenfall aus Oldenburg“, sagte Polizeisprecher Nils Matthiesen am Mittwoch.

Gemeint ist damit ein 29-jähriger Ex-Rocker, der seit Juli verschwunden ist – und in der Szene vermutlich als „abtrünnig“ gilt. Der schwarze VW-Passat in der Wilseder-Berg-Straße, an dem Unbekannte am Dienstag gegen 1.30 Uhr eine Handgranate zur Explosion gebracht haben sollen, soll dem Vater des Vermissten gehören.

Die Bremer Polizei ermittle „in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Bremen und der Polizei Oldenburg“, sagte Matthiesen. Er bestätigte Berichte, nach denen die Explosion offenbar als „Warnung“ an den Vater des Verschwundenen gemeint war. Noch am Vormittag hatte die Polizei mögliche Vermutungen in diese Richtung als „reine Spekulation“ heruntergespielt.

Verstärkte Polizeipräsenz an möglichen Gefahrenorten in Bremen

Matthiesen: „Die Erstbewertung dieser Sprengstoffexplosion hat bei Beurteilung des Ortes und der Uhrzeit ergeben, dass es sich möglicherweise um eine ,Warnung aus dem Gewaltmilieu‘ und nicht um eine gezielte Tötungsabsicht einer Person handeln könnte.“ Und: „Es liegen zur Zeit keine konkreten Erkenntnisse vor, dass es zu weiteren Gewalthandlungen kommen soll.“ Die Polizei nimmt den Vorfall allerdings sehr ernst.

Vor diesem Hintergrund kündigte Matthiesen verstärkte Präsenz und Kontrollen an: „Die Polizei wird aufgrund dieser Sicherheitslage aktuell neben den strafrechtlichen Ermittlungen an möglichen Gefahrenorten zur Gefahrenabwehr verstärkte Präsenzmaßnahmen und bei Verdacht gezielte Kontrollen vornehmen.“ Es bestehe derzeit jedoch „keine konkrete Gefahr für Personen sowie unbeteiligte Bürger“, so der Polizeisprecher weiter.

Handgranate führt zur Explosion

Erste Ergebnisse gibt es unterdessen auch zu der Frage, was da eigentlich an dem in dem Wohngebiet geparkten Passat explodiert ist. Die „umfangreiche Spurensicherung“ habe ergeben, „dass die Explosion mit einer Handgranate herbeigeführt wurde“, sagte Matthiesen. „Die Ermittlungen sind hierbei noch nicht abgeschlossen.“

Sprengsatz an einem Auto in der Vahr explodiert

Ungefährer Explosionsort

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