Für den „Bremer Taler“ bekommen Menschen in Armut ein kostenloses Essen

Nächstenliebe verschenken

Die stellvertretende Leiterin des „Bremer Treffs“, Antje Eilers, und Pastor Christian Gotzen wünschen sich, dass noch mehr Menschen auf den „Bremer Taler“ aufmerksam werden. ·
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Die stellvertretende Leiterin des „Bremer Treffs“, Antje Eilers, und Pastor Christian Gotzen wünschen sich, dass noch mehr Menschen auf den „Bremer Taler“ aufmerksam werden. ·

Bremen - Von Nina Seegers. Damit man sich sicher sein kann, dass Obdachlose auf der Straße ihr erbetteltes Geld nicht in Alkohol oder Zigaretten investieren, kann man Menschen in Armut mit dem „Bremer Taler“ unterstützen. Gegen Abgabe dieser Münze erhalten Bedürftige in der kirchlichen Begegnungsstätte „Bremer Treff“ am Altenwall an fünf Abenden in der Woche eine warme Mahlzeit.

Der „Bremer Treff“ ist seit 23 Jahren eine Anlaufstelle für Menschen in sozialer, psychischer und finanzieller Not. Den „Bremer Taler“ hat diese Einrichtung vor gut zwei Jahren eingeführt und mit finanzieller Unterstützung der Sparkasse Bremen 10 000 dieser Münzen prägen lassen. Bislang sind aber längst nicht alle davon im Umlauf. „Der Taler wird gut angenommen, aber wir wünschen uns noch eine größere Wahrnehmung in der Öffentlichkeit“, sagt Christian Gotzen, erster Vorsitzender des „Bremer Treffs“ und Pastor der St.-Petri-Domgemeinde.

In dem großen Aufenthaltsraum der Begegnugsstätte stehen vor einem großen Tresen viele Tische und Stühle, unter der Decke hängt zur Weihnachtszeit ein großer Adventskranz. Wenn die Einrichtung um 17 Uhr öffnet, herrscht kurze Zeit später vor allem in der kalten Jahreszeit großer Betrieb.

Die stellvertretende Leiterin des „Bremer Treffs“, Antje Eilers, schätzt, dass täglich zwischen 50 und 100 Menschen in die Einrichtung kommen. Die meisten bestellen dann ein Essen, wärmen sich auf und genießen Gesellschaft, manche waschen auch ihre Wäsche, nehmen eine Dusche oder nehmen seelsorgerische Beratung in Anspruch.

„Die Bedürftigkeit ist in den vergangenen Jahren enorm gestiegen. Dabei kommen Menschen verschiedenen Alters, längst nicht jeder lebt auf der Straße“, weiß Gotzen.

Der „Bremer Taler“ soll daher nicht nur Menschen in prekären Verhältnissen ein kostenloses Essen ermöglichen, sondern gleichzeitig auch die Öffentlichkeit stärker für das Thema Armut sensibilisieren. „Und wer den Taler gerade auch jetzt zur Weihnachtszeit an Mitarbeiter, Freunde oder Familie zum Weitergeben verschenkt, kann damit ein Stück Nächstenliebe verschenken“, ergänzt Gotzen. Der Pastor weiß, dass die Bedürftigen nicht nur wegen des Essens in den „Bremer Treff“ kommen, sondern häufig sehr einsam sind und sich nach sozialem Austausch sehnen, den eine gemeinsame Mahlzeit ja schließlich fördert.

Erhältlich ist der „Bremer Taler“ für drei Euro in den Gemeindebüros, im Kapitel 8 an der Domsheide und im Atrium Kirche (Schnoor) sowie im „Bremer Treff“, der sich auch immer über ehrenamtliche Mitarbeiter und Spenden freut. Adresse: Altenwall 29/Ecke Tiefer. Öffnungszeiten: dienstags bis freitags von 17 bis 21 Uhr, sonnabends von 16 bis 20 Uhr sowie mittwochs und freitags zusätzlich von 9 bis 11 Uhr.

http://www.bremer-treff.org

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