Fit für die nächsten 40 Jahre

Saniertes Studentenwohnheim „Campus“ bietet 151 Plätze

+
Freundlich, geräumig und hell: Blick in ein Ein-Zimmer-Appartement im Studentenwohnheim „Campus“ auf dem Gelände der Universität Bremen. 

Bremen - Von Martin Kowalewski. Mit moderner Fassade sieht das frisch renovierte Studentenwohnheim „Campus“ des Studentenwerks Bremen aus wie ein neues Gebäude. Gestern wurde es nach eineinviertel Jahren Bauzeit wiedereröffnet. In zwei Wochen werden die ersten Appartements bezogen.

Hinter der neuen Fassade stecken 20 Zentimeter Mineralwolldämmung. Auch die Außenwände sind neu, modernste Holz-Aluminium-Fenster wurden eingesetzt. Neue Heizungsrohre wurden verlegt und die Feuerschutzanlage ausgetauscht. Das Flachdach wurde energetisch saniert. Und die Einrichtung ist auf dem neuesten Stand.

Ein Blick in ein Einzelapartment im dritten Stock. Viel Licht kommt herein und trifft auf den Holzfußboden. „Vorher war es noch enger, weil hier eine Loggia war. Die haben wir weggenommen“, sagt Bauleiter Deniz Bastürk. Ein Bett, zwei Schränke, eine kleine Küche, ein Schreibtisch – alles was man zum Leben und Lernen braucht ist da. Das Badezimmer nebenan ist kompakt, aber ansehnlich.

Doppelappartements im elften Stock bieten ein großes Schlafzimmer mit Doppelbett und eine geräumige Wohnküche. Der Blick über den Campus und Technologiepark ist eine Augenweide. Vor der Sanierung bröckelte an dem Hochhaus der Putz. Nun ist auch der Betonkern saniert. Die Arbeit war durchaus anspruchsvoll. „Das Gebäude wächst aus der Ebene Null nach oben und schließt in der Umgebung an verschiedene Dächer an, etwa das der Mensa und das des Boulevards“, sagt Bastürk. „Die Dächer durften nicht belastet werden. Das Baugerüst stand auf Konsolen.“

5,1 Millionen Euro für die Sanierung kamen von der Freien Hansestadt Bremen, das Studentenwerk investierte eine Million. „Das Gebäude gehört zum Vermögen der Universität. Diese hat uns erlaubt, es in Eigenregie zu sanieren“, sagt der Geschäftsführer des Studentenwerks Hauke Kieschnick. Er berichtet, dass es wegen des Baubooms schwierig war, an die Leistungen der benötigten Gewerke zu kommen. „Wir bekamen auch Angebote, die oberhalb unseres Budgets waren. Aber wir haben das hingekriegt“, sagt Kieschnick.

Die Sanierung war nötig geworden, weil die Betriebskosten zuletzt in die Höhe geklettert sind, sagt Architekt Martin Pampus. „In 30 Appartements waren noch die Bäder aus dem Baujahr 1973, Sanitärzellen, wie sie 1972 im olympischen Dorf verwendet wurden“, sagt Pampus. Das Gebäude sei jetzt fit für weitere 40 Jahre.

Wissenschaftssenatorin Eva Quante-Brandt (SPD) findet, dass sich das Gebäude gut in die Optik des Boulevards einpasst. Sie sagt, für Studenten sei es schwerer geworden, bezahlbaren Wohnraum in Bremen zu finden, obwohl keine doppelten Abiturjahrgänge mehr kommen. „Lange hatten Studenten das Problem in Bremen nicht so sehr“, sagt sie. Doch die Preise hätten angezogen. „Wir haben das erklärte Ziel, mehr junge Menschen für ein Studium in Bremen und Bremerhaven zu gewinnen.“ Zukünftig solle auch studentisches Wohnen in verschiedenen Stadtteilen gefördert werden, unter anderem in der Neustadt, Habenhausen und Osterholz.

Das Wohnheim bietet 151 Plätze. Ein-Zimmer-Appartements mit 20--26 Quadratmetern kosten 280 bis 325 Euro, Zwei-Zimmer-Wohnungen mit 42-56 Quadratmetern 540 bis 680 Euro. Adresse: Universitäts-Boulevard 1. Infos auf

www.stw-bremen.de

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema:

Merkel ruft zu Abgrenzung gegen Rechtsradikale bei Demos auf

Merkel ruft zu Abgrenzung gegen Rechtsradikale bei Demos auf

Mitmachtag in der Kita Dörverden

Mitmachtag in der Kita Dörverden

Brexit-Deal: Spekulationen über Misstrauensantrag gegen May

Brexit-Deal: Spekulationen über Misstrauensantrag gegen May

Vater von Lion-Air-Absturzopfer verklagt Boeing

Vater von Lion-Air-Absturzopfer verklagt Boeing

Meistgelesene Artikel

Mit Ryanair ab Bremen: Der Sommerflugplan 2019

Mit Ryanair ab Bremen: Der Sommerflugplan 2019

„Aladin“-Insolvenz: Betreiber machen „Stubu“ und Hitze-Sommer als Gründe aus

„Aladin“-Insolvenz: Betreiber machen „Stubu“ und Hitze-Sommer als Gründe aus

Staatsanwalt fordert im „Mordfall ohne Leiche“ Freispruch für den Angeklagten

Staatsanwalt fordert im „Mordfall ohne Leiche“ Freispruch für den Angeklagten

Zugbegleiterin von zwei Frauen im Bremer Hauptbahnhof angegriffen

Zugbegleiterin von zwei Frauen im Bremer Hauptbahnhof angegriffen

Kommentare