Landegebühren auf dem Bremer Flughafen sollen steigen

Nachts wird es teurer

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Wer zu später Stunde auf dem Bremer Airport landen will, soll ab Frühjahr 2013 mehr bezahlen. ·

Bremen - Airlines, die ihre Maschinen nach 22.30 Uhr auf dem Bremer Flughafen landen lassen, sollen ab Frühjahr 2013 mehr Gebühren bezahlen. Das sieht eine Vorlage aus dem Wirtschaftsressort vor, die die Deputation gestern zur Kenntnis nahm.

Der Airport soll jetzt mit den Fluggesellschaften Gespräche führen und diese über die bevorstehenden Änderungen informieren, wie gestern ein Sprecher des Wirtschaftsressorts sagte. Mit den höheren Gebühren erhofft sich Bremen, dass weniger Flieger zu später Stunde landen und die Anwohner von Lärm entlastet werden.

Wirtschaftssenator Martin Günthner (SPD), zugleich Aufsichtsratschef der Flughafen GmbH, stellte die Pläne aus seinem Haus gestern den Deputierten vor. Als „Nacht“ gilt im Bundesfluglärmgesetz die Zeit von 22 bis 6 Uhr, die „Kernnacht“ dauert von Mitternacht bis 5 Uhr. In der Regel ruht der Flugbetrieb in Bremen von 22.30 bis 6 Uhr. Sogenannte „Home Carrier“ (Gesellschaften, die Flugzeuge am Neuenlander Feld stationiert haben) dürfen bis 23 Uhr/Mitternacht landen, danach bedarf es Ausnahmegenehmigungen. Rettungsflüge müssen immer zugelassen werden.

Wie aus den Unterlagen ersichtlich, hat die Zahl der Flugbewegungen seit 2008 (46 876) auf 45 412 (2011) abgenommen. Die Nachtflüge (22 bis 6 Uhr) sanken von 2 263 auf 2 043. Etwa zwei Drittel der Nachtflüge liegen in der Zeit von 22 bis 22.30 Uhr. 42 (2008), 50 (2009), 66 (2010) und 38 (2011) Flüge wurden laut Statistik zwischen Mitternacht und 6 Uhr notiert. Nach Mitternacht landeten im gesamten Jahr 2011 15 Maschinen.

Künftig soll es zeitlich gestaffelte Entgelte geben – wer später landet, zahlt mehr. Wer von 6 bis 22.30 Uhr reinkommt, zahlt wie bisher 509 Euro. Von 22.31 bis 23 Uhr fällt eine Gebühr von 611 Euro, von 23.01 Uhr bis Mitternacht von 1 018 Euro an. Danach wird es mit 2 546 Euro (plus 400 Prozent) richtig teuer. Nach 23 Uhr müssen auch die beiden „Home Carrier“ Ryanair und Germania tiefer in die Tasche greifen, vorher nicht. Geplant ist ferner, ab 2014 laute Flugzeuge für Starts und Landungen noch mehr als jetzt zur Kasse zu bitten. · gn

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