„Nacht der Jugend“ am 10. November im Bremer Rathaus

„Welcome“

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„Welcome“ lautet in diesem Jahr das Motto der „Nacht der Jugend“.

Bremen - Von Elisabeth Gnuschke. Das Motto für die 18. „Nacht der Jugend“ haben sich die Verantwortlichen bereits vor einem Jahr überlegt. Es lautet „Welcome“ (willkommen).

„Damals wussten wir nicht, wie aktuell das Motto jetzt sein wird“, sagte gestern Helmut Hafner von der Senatskanzlei mit Blick auf den gewaltigen Flüchtlingszustrom. Tausende von jungen (und weniger jungen) Menschen werden zur Veranstaltung am Dienstag, 10. November, im Rathaus erwartet.

Von 18 Uhr bis etwa Mitternacht gibt es ein Programm mit viel Geschichte, Musik, Theater, Tanz „und Zukunft“, wie es heißt. Ausstellungen, Diskussionsforen, Lesungen und Infostände gehören dazu. Die „Nacht der Jugend“ erinnert an die Pogromnacht im Jahr 1938 und setzt sich für Respekt in der Gesellschaft ein. „Das ist keine Party, sondern eine besondere Gedenkveranstaltung“, machte Hafner klar. Und wer die Veranstaltung schon einmal besucht hat, weiß um die besondere Atmosphäre und die beeindruckenden Projekte, die die Jugendlichen seit Monaten intensiv vorbereiten.

Patrick, bekannt als Rapper Stunnah, führt als Moderator durch den Abend. „Die Veranstaltung ist ein Gesamtkunstwerk, bei dem die Menschen, die hier mitwirken, sich gegenseitig den Respekt zollen, den wir brauchen, um eine demokratische Gesellschaft zu gestalten“, sagte Hafner. Zu den Höhepunkten gehören die Auftritte des Chansonniers Tim Fischer (21.30 Uhr) und der Konzert- und Opernsängerin Nihan Devecioglu (20.30 Uhr). Außerdem werden verschiedene Tänzer und Tanzgruppen auf den Bühnen zu sehen sein, so beispielweise die „Young Artists“, die „Bremer Krump Community“ und „Rootless“. Tanzmeister Arton Veliu freut sich besonders auf Dinipiri Collins Etebu (21.15 Uhr). Der Ghaner hat die „Nacht der Jugend“ einst mitgestaltet, machte Karriere und spielt heute im Musical „König der Löwen“ mit. „Er hat seine Teilnahme sofort zugesagt“, freute sich Veliu gestern ebenso wie Mitveranstalter Ulli Barde vom Sportgarten.

Bürgermeister Carsten Sieling (SPD) eröffnet die Veranstaltung um 18.30 Uhr. Ehrengast der „Nacht der Jugend“ ist in diesem Jahr Dr. Miriam Dvir aus haifa, Tochter des Zeitzeugens Martin Bialystock, Jahrgang 1922. Er war zur Zeit der Pogromnacht 15 Jahre alt. Seine Eltern betrieben in Bremen damals ein Bekleidungsgeschäft. Das Geschäft der Familie wurde vom NS-Regime geplündert. Seine Familie wurde ins Konzentrationslager Auschwitz deportiert und dort ermordet. Martin gelang die Flucht nach Palästina. Vor sechs Jahren war er Ehrengast im Rathaus. Seine Tochter Miriam wird nun am Dienstag als sogenannte „Holocaust-Überlebende der zweiten Generation“ aus ihren persönlichen Erfahrungen eines durch die NS-Gräueltaten geprägten Lebens berichten (19.30 Uhr). „Diese zweite Generation trägt die Wunden der Eltern in sich“, sagte Hafner.

Das Programm unter:

www.nachtderjugend.de

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