Nachhaltige Verantwortung

Kooperation für mehr Ausbildungsplätze

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Robert Howe (l.) und Dr. Torben Möller unterzeichnen die Kooperationsvereinbarung.

Bremen - Das Berufsbildungswerk ist Bremens größter Ausbildungsbetrieb. Und hat nun eine Kooperation mit Bremenports gestartet. Durch die enge Zusammenarbeit sollen die Berufschancen von Jugendlichen mit Handicap verbessert werden.

Dazu wird Bremenports für Jugendliche, die beim Berufsbildungswerk (BBW) ausgebildet werden, projektbezogene Praktikumsplätze zur Verfügung stellen. Eine entsprechende Vereinbarung haben Bremenports-Geschäftsführer Robert Howe und der BBW-Geschäftsführer Dr. Torben Möller gestern unterschrieben. „Das Thema Nachhaltigkeit nimmt in unserer Unternehmensstrategie eine zentrale Bedeutung ein. Auch deshalb übernehmen wir im Rahmen unserer Möglichkeiten sehr gerne ein Stück Verantwortung, um die wertvolle Arbeit des Berufsbildungswerkes zu unterstützen“, sagte Howe.

Ziel des BBW ist es, die Teilhabe junger behinderter Menschen zu fördern. Das BBW versteht sich nach eigenen Angaben als Dienstleister der Inklusion und begleitet die Berufsausbildung junger Menschen mit Einschränkungen mit einer individuell angepassten Förderung in zukunftsweisenden Berufen, wenn möglich wohnortnah. Zukünftig will sich das BBW verstärkt in der Region um Bremerhaven bis ins niedersächsische Cuxhaven engagieren. Die Zusammenarbeit mit Bremenports kommt da genau im richtigen Moment, findet BBW-Geschäftsführer Möller.

Ausbildung in 33 Berufen

Er hob die Bedeutung solcher Kooperationen für die Integration der Jugendlichen hervor: „Die enge Zusammenarbeit mit namhaften Kooperationspartnern wie unter anderem der Molkerei Ammerland, Werder Bremen, Hotel Mondial in Berlin und der Hochschule Bremen stärkt die Auszubildenden und erhöht ihre Integrationschance in den ersten Arbeitsmarkt. Nur mit Kooperationen und intensiver Netzwerkarbeit können wir unser Ziel der Förderung junger Menschen mit Handicap erreichen.“

Im Berufsbildungswerk können junge Menschen in insgesamt 33 Berufen aus den Bereichen Wirtschaft und Verwaltung, Logistik, Fahrzeugpflege, Agrarwirtschaft, Ernährung/Hauswirtschaft und Handwerk ausgebildet werden. Für den BBW-Geschäftsführer ist besonders wichtig, dass durch eine enge Kooperation des Berufsbildungswerks mit dem Verein Autismus Bremen die Berufschancen für Menschen mit Autismus-Spektrum-Störung im Land Bremen weiter gesteigert werden. „Eine eigens für diesen Personenkreis ausgebildete Psychologin begleitet die jungen Menschen durch ihre Ausbildung“, so Möller.

Bei Bremenports werden Ausbildungen in gewerblich-technischen und kaufmännisch-verwaltenden Berufen Berufsfeldern angeboten. Howe: „Damit gibt es eine durchaus relevante Anzahl von Überschneidungen, in denen wir bei Bremenports interessante Praktika anbieten können.“ Derzeit werden dort 34 Jugendliche ausgebildet. Damit liegt die Ausbildungsquote bei Bremenports bei 9,5 Prozent – also deutlich über dem Durchschnitt. 

sk

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